Nicht allen Räten gefallen die Pläne für das Union-Areal

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 Das Aalener Union-Gelände.
Das Aalener Union-Gelände. (Foto: Archiv: Peter Schlipf)
Freier Mitarbeiter

Mit der Umgestaltung des Areals „Aalen-Süd / Union Aalen“ wird ein neues Kapitel der Stadtentwicklung aufgeschlagen. Und mit einer Größe von rund 6,8 Hektar hat das Areal immerhin die gleiche Dimension wie das Stadtoval. Nun ging es um die Ergebnisse des Ideen- und Realisierungswettbewerbs. Für Aalens Ersten Bürgermeister Wolfgang Steidle hat die vorgeschlagene Planung dieses Gebiets jede Menge Charme und Potenzial. Mit dem Entwurf für den Landratsamt-Neubau kann sich aber nicht jeder im Gemeinderat anfreunden.

Das Gebiet umfasst Ostertag, Proviantturm, „iLive“-Turm, Union-Areal, Kaufland und Landratsamt. Wolfgang Steidle ist „sehr zufrieden“ mit der „Weisheit des Preisgerichts“. Denn die Planung biete unter anderem eine Durchlässigkeit zur Ulmer Straße und den Brückenschlag über den Kocher „an der richtigen Stelle“, zeichne sich durch abwechslungsreiche Baustrukturen und private Innenhöfe aus.

Auch der Erste-Preis-Entwurf für die Landratsamts-Erweiterung eines Büros aus München kommt bei Steidle gut an: „Schwäbisch gescheit, additiv, rechtwinklig und erweiterbar.“

Thomas Rühl (Freie Wähler) sieht das anders. Der Siegerentwurf würde unter anderem das historische Kesselhaus „völlig erdrücken“. Auch deshalb findet er den Entwurf des runden Gebäudes wesentlich gelungener. Letztendlich entscheide aber der Kreistag. Auch Norbert Rehm (FDI) findet den eckigen Bau nicht so schön. Sinngemäß passe er aber tatsächlich dazu, wie gerade in Aalen gebaut werde – „einfach und ein bisschen gewöhnlich.“

Rentschler weist Kritik an „Betonlastigkeit“ zurück

Oberbürgermeister Thilo Rentschler wollte diese Kritik so nicht stehen lassen. Zum einen sei das alte Kesselhaus „sicher nicht das aller-erste Problem“ und es gehe ja um einen städtebaulichen Wettbewerb, der auf den Weg gebracht wird, und nicht so sehr um den Hochbau. Deshalb warne und bitte er, sich nicht so auf den Hochbau zu konzentrieren. Außerdem wies er die Kritik an der „Betonlastigkeit“ zurück: Der Entwurf für die Landratsamtserweiterung sei ja eine Holzbauweise – und so etwas habe man im Aalener Zentrum „noch nicht gesehen“.

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