Neues Gesicht für den Rötenberg

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 Das neue Gesicht, das der Rötenberg künftig nach außen mit den derzeit neu entstehenden Wohngebäuden zeigen wird, soll sich auc
Das neue Gesicht, das der Rötenberg künftig nach außen mit den derzeit neu entstehenden Wohngebäuden zeigen wird, soll sich auch im Innern des Quartiers durch viele Umgestaltungsmaßnahmen fortsetzen. (Foto: Aldinger Architekten)

Das Wohnquartier Rötenberg soll sein Gesicht weiter positiv verändern. Hinter dem trockenen Begriff Wohnumfeldverbesserung verbirgt sich eine ganze Reihe an Umgestaltungen, Begrünungen und weiteren Ideen bis hin zur Anlage von kleinen Mietergärten, mit der das gesamte Erscheinungsbild auf dem Rötenberg nachhaltig aufgewertet werden soll.

Insgesamt zehn Millionen Euro hat die Wohnungsbau Aalen in den vergangenen Jahren in die Sanierung ihrer Wohngebäude am Rötenberg investiert. An der Südkante des Quartiers läuft derzeit ihre bislang größte Baustelle überhaupt: Für 6,5 Millionen Euro entstehen hier in mehreren Häusern 71 neue Wohnungen. Nichtsdestotrotz gelte es nun, auch in das äußere Erscheinungsbild des Quartiers und in das Wohnumfeld der Bewohner zu investieren, sagten Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle und Wohnungsbau-Geschäftsführer Robert Ihl am Dienstag im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung des Gemeinderats.

868 000 Euro Gesamtkosten

Stadt und Wohnungsbau wollen das gemeinsam tun und bezahlen: Von den Gesamtkosten in Höhe von knapp 868 000 Euro trägt die Stadt 57 Prozent oder rund 500 000 Euro, 368 000 Euro oder 42 Prozent bezahlt die Wohnungsbau. Gemeinsam haben beide mit dem Landschaftsarchitekturbüro Kapeller aus Bopfingen auch das Konzept entwickelt.

Es sieht, wie Gerhard Kapeller im Ausschuss erläuterte, gestalterische Schwerpunkte, über das Quartier verteilt, vor, wo man mit relativ geringen Mitteln einen möglichst hohen Effekt erzielen wolle. Begrünungen, Baumpflanzungen und Pflanzflächen gehören ebenso zum Katalog der Maßnahmen wie die Umgestaltung von Kreuzungen in kleine Plätze, das Anlegen kleiner Spielplätze, die Schaffung von Beeten vor den Häusern oder von kleinen Mietergärten. Die begonnene Sanierung des Treppenwegs zur Düsseldorfer Straße soll vollendet werden. Der Weg in diesem Bereich an der Ostseite des Hangs soll zu einem Panoramaweg werden, an dem sich Ausblicke über das Stadtoval auf die Stadt und den Albtrauf öffnen sollen.

Investor für Parkplatzfläche?

Ausgenommen von den Umgestaltungen soll vorerst der Parkplatzbereich an der Einmündung Charlottenstraße/Düsseldorfer Straße bleiben. Denn für dieses Areal, so sagte Steidle auf Nachfrage, gebe es möglicherweise einen Investor, „der hier was machen will“. Näher könne er sich aber noch nicht äußern.

Im Ausschuss stießen die Pläne insgesamt auf viel Lob, ja fast schon Begeisterung. Allerdings, so meinte Senta D’Onofrio (SPD), sei daran auch zu merken, dass der Imagewandel eines Wohnquartiers nicht umsonst zu haben sei. Aber es sei gut investiertes Geld. D’Onofrio verwies allerdings auch auf die vielen parkenden Autos im Quartier, die den Gesamteindruck zumindest bislang doch stark beeinträchtigten. Ihl sagte, bei den derzeit entstehenden neuen Wohngebäuden habe man deutlich mehr Tiefgaragenplätze als für die 71 Wohneinheiten notwendig vorgesehen. Zudem werde man versuchen, das oberirdische Abstellen von Autos im Zuge der Umgestaltungsmaßnahmen ebenfalls neu und verträglicher zu regeln.

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