Neue Broschüre führt zu den Stationen des Sieger-Köder-Wegs

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Eine neue Broschüre beschreibt den Sieger-Köder-Weg, jetzt haben ihn Joachim Wagenblast und Andrea Hatam vorgestellt. Am Sonnta
Eine neue Broschüre beschreibt den Sieger-Köder-Weg, jetzt haben ihn Joachim Wagenblast und Andrea Hatam vorgestellt. Am Sonntag gibt es eine kostenlose auf dem Weg – Spenden sind gerne gesehen. (Foto: Markus Lehmann)
Freier Mitarbeiter

Am kommenden Sonntag gibt es um 14.30 Uhr eine Führung mit Joachim Wagenblast entlang des Sieger-Köder-Wegs. Sie ist kostenlos, Spenden werden aber gerne angenommen.

Der Sieger-Köder-Weg ist nicht nur eine Hommage an Wasseralfingens großen Sohn und den weithin bekannten malenden Pfarrer. Er ist ein Weg, gesäumt mit Kunst und Geschichte, vom spätgotischen Schaffneraltar bis zur Madonna als eine Art Pop-Ikone. Und auf ihm nimmt er Werke von Freunden und Wegbegleitern des 2015 verstorbenen Monsignore mit, der immer betont hatte „I ben ond bleib‘ a Wasseralfinger!“ Um die zehn Stationen und ihren Hintergrund noch besser verstehen zu können, gibt es jetzt ein informatives, verständliches und komprimiertes Büchlein. Es stößt gleich nach Erscheinen auf ziemlich reges Interesse.

„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen“, eröffnet ein Goethe-Zitat die bebilderte Broschüre. Ihr „Macher“, der Ausstellungskurator vom Wasseralfinger Bund für Heimatpflege, Joachim Wagenblast, sieht das ganz genauso. Das Heft soll nämlich nicht den kurzweiligen Gang durch Köders geliebte Geburts- und Heimatstadt mit seiner jüngsten Station, der Hölderlin-Wand am Kocher, ersetzen.

Es ist eine Art Handreichung, neudeutsch ein „Hand-Out“, um Leben und Wirken des Menschenfreunds mit einem Faible für Humor und Hintersinnigkeit zu verstehen. Sieger Köder und der Weg locken viele Besucher nach Wasseralfingen, freut sich Ortsvorsteherin Andrea Hatam: „Es gibt viele Anfragen, aus Baden-Württemberg, aus ganz Deutschland bis nach Holland.“

Erfunden hat den ausgeschilderten, als lockeren Spaziergang zu begehenden Weg Wagenblast, Intimfreund Köders, Kunstkenner, Ausstellungsmacher, rastloser Archivar und manchmal auch Mahner mit deutlichen Worten. Als er damals Köder auf diese Idee von dem Weg ansprach, war der nicht so sehr begeistert, erinnert Wagenblast. Da schlug die Köder’sche Bescheidenheit durch. Wenn, dann sollten auf diesem Weg auch die Geschichte des Orts und andere Künstler „mitreden“. Und das tun sie auch, in Form unter anderem von Eduard Wengert, Rolf Kurz, Hannes Münz oder Andreas Welzenbach.

Viele Reputationen von Kunstkennern und Besuchern

Der Weg kommt gut an. Auch Köder hätte er gefallen, ist Wagenblast überzeugt. Denn er führt durch sein geliebtes Wasseralfingen, startet an seinem Geburtshaus, führt am Schloss vorbei, am „Alten Kirchle“ und an seinem Atelier, das ja zum Sieger-Köder-Haus werden soll. Er führt also in Köders Revier und in seine Welt, die Welt Wasseralfingens.

Immer wieder, sagt Wagenblast, bekomme der Weg viel Reputationen von Kunstkennern, Professoren, Besuchern, er sei ganz einfach einmalig. Sein Erfinder findet das auch. Leider aber seien der Weg und die Kunst in Wasseralfingen noch nicht allen bekannt, immer wieder kämen Gäste eher aus Zufall her. Deshalb wird das Büchlein auch an Busunternehmer verschickt. Es liegt nun in Ämtern, Geschäften und an der Touristen-Information aus. Der Sieger-Köder-Weg ist in den vergangenen Jahren immer wieder erweitert worden. Drei weitere Stationen plant Wagenblast bereits. Genaueres will er noch nicht verraten.

Am kommenden Sonntag gibt es um 14.30 Uhr eine Führung mit Joachim Wagenblast entlang des Sieger-Köder-Wegs. Sie ist kostenlos, Spenden werden aber gerne angenommen.

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