Nationalmannschaft steht im Kalender

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 Die Kämpfer mit ihren Urkunden.
Die Kämpfer mit ihren Urkunden. (Foto: sdr)
Aalener Nachrichten

Die offenen Baden-Württembergischen Meisterschaften der WKU sind weit über die Landesgrenzen bekannt. So war das Event in Schwäbisch Gmünd mit über 1400 Starts unglaublich gut besetzt. Auch die Kämpfer aus dem Ellwanger Fitness-, Vital- und Kampfsportzentrum DSN (DukeSportsNeumeier) zeigten dort ihr Können und konnten weitere Punkte für die WM in Bregenz sammeln. Begleitet von ihren Trainern Daniel und Sarah Neumeier sowie Alexander Funk und einem ganzen Team an Unterstützern liefen die Kickboxer zu Höchstformen auf.

In der Kategorie Leichtkontakt Kids -35 kg starteten gleich zwei Ellwanger Nachwuchstalente. Der achtjährige Levent Steinhauer kämpfte stark und unerschrocken, musste den Sieg nach Punkten allerdings am Ende seinem Kontrahenten aus Freiburg überlassen.

Leon Mai (12) konnte die vorbereitete Kampfstrategie erfolgreich abrufen und so klare Siege gegen seine Göppinger und Vahinger Gegner einholen. Erst das Halbfinale verlor Leon aufgrund eines Punktabzug unglücklich. Schlussendlich erreichte er einen sehr starken dritten Platz von insgesamt 17 Kämpfern in der Kategorie.

Zwei Gewichtsklassen höher (-45 kg) startete der elfjährige Ayman Taher und gewann dort gegen einen Kämpfer aus St. Georgen. Das Halbfinale entschied allerdings Aymans wettkampferfahrener Kontrahent aus Hannover für sich. Taher erkämpfte sich den dritten Platz.

Die 16-jährige Kristin Merz wagte in der weiblichen Jugend sogar einen Doppelstart. In der Kategorie Kick Light -50 kg traf sie nur auf erfahrene Kontrahentinnen. Davon ließ sie sich jedoch nicht aufhalten und setzte sie sich erfolgreich gegen die ersten beiden Fighterinnen durch. Erst im Finale unterlag sie nach Punkten ihrer Gegnerin aus Dresden. Im Leichtkontakt -50 kg fehlte ihr dann die Energie, um im gleichen Tempo weiterzukämpfen. Nichtsdestotrotz reichte es auch hier noch für einen dritten Platz.

Debütanten im Einsatz

Der Debütant Patrick Gramling (17) traf in der Kategorie Leichtkontakt -70 kg direkt auf einen starken Gegner aus dem bayrischen Amberg. Gramling gab den Kampf nicht ohne es seinem Gegner richtig schwer zu machen schließlich ab. Ohne Platzierung, aber mit wichtigen neuen Erfahrungen, endete so für Gramling das Turnier.

Auch in den Herrenklassen traten aus Ellwangen zwei neue Kämpfer an. In der Leichtkontakt-Klasse -85 kg trat Danny Winkler (25) gegen einen Kämpfer der Kampfsportschule Mack aus Mannheim an. Überraschenderweise kämpften beide einen sehr ungewöhnlichen, aber dennoch fast denselben Stil mit deutlichem Schwerpunkt auf der Beinarbeit. Dem Mannheimer gelangen die klareren Punkte und damit der Sieg.

Ebenfalls im Leichtkontakt der Herren, allerdings in der offenen Gewichtsklasse (+90 kg) startete Anton Michailowski (34) und kämpfte gegen einen ihm körperlich deutlich überlegenen Kämpfer aus Göppingen. Dieser wusste seine Größe gut einzusetzen und Michailowski unterlag in diesem Kampf.

In der Ringsport-Kategorie K1 startete Bernd Lindner (32) in der gut besetzten Gewichtsklasse Herren -70 kg. Im Kampf gegen seinen ersten Gegner aus der Nähe von Heidelberg dominierte Lindner deutlich. Er zeigte ein gutes Auge, kämpfte vielseitig und setzte seinen Gegner massiv unter Druck. Im Halbfinale knüpfte er an den Erfolg aus dem Vorkampf an und siegte durch technisches K.o. in Runde zwei. Im Finale über drei Runden traf Lindner schließlich auf einen starken Kontrahenten aus Rosenheim.

Dieser brachte Lindner zunächst aus seinem Konzept. Nach einer ausgeglichenen zweiten Runde überzeugte Lindner in der letzten Runde durch die bessere Ausdauer und landete die überzeugenderen Treffer. Dieses spannende Finale konnte Lindner für sich entscheiden und wurde somit Baden-Württembergischer Meister 2019.

Alle Kämpfer des Ellwanger DSN, ob klein oder groß, ob Newcomer oder erfahrener Kämpfer zeigten nicht nur hervorragende Leistungen, sondern auch die vom Trainerteam vermittelten Werte Teamgeist und Hilfsbereitschaft, Fairness und Respekt, Disziplin und Durchhaltevermögen sowie eine gehörige Portion Mut. Die Wettkämpfer des DSN haben ihre nächsten Ziele schon gesteckt und die Termine für die kommenden Wettkämpfe sowie die Nationalmannschaftslehrgänge sind bereits im Kalender notiert.

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