Namen und Fragezeichen beim FCH

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 Robert Leipertz (4. v. r.) jubelte in Aue schon einmal mit.
Robert Leipertz (4. v. r.) jubelte in Aue schon einmal mit. (Foto: imago images)
Sportredakteur/DigitAalen

Die Namen gibt es beim 1. FC Heidenheim immer vorab. Namen sind Nachrichten – dieser Tatsache kommt im Profi-Fußball besonderer Bedeutung zu, auch bei einer Pressekonferenz. So ging an diesem Mittwoch beim FCH, allerdings schon vier Tage vor dem Spiel an Ostersonntag, der gewohnte Blick zunächst aufs Personal.

Pressesprecher Markus Gamm leitete, nach seiner Einleitung, wie immer weiter an den links neben ihm sitzenden Frank Schmidt. Des Trainers Liste, wer denn nun an diesem Sonntag (13.30 Uhr) für das Spiel in der 2. Bundesliga fraglich ist, die Kickschuhe zu schnüren oder nicht, war nicht lang, aber es waren interessante Namen dabei, die auf das Heidenheimer Spiel nicht unerheblichen Einfluss haben.

Schließlich steht an diesem Sonntag das Duell des Sechsten in der 2. Liga gegen den Tabellennnachbar FC St. Pauli (7.) an, und da wäre die volle Kapelle – sprich die beste Kadersituation – nicht schlecht. Doch es gibt Fragezeichen. Okay, Ersatztorwart Vitus Eicher (Adduktorenverletzung) wäre wohl eh nicht zum Einsatz gekommen.

Offensivmann Denis Thomalla schon eher, der Mann der beim epischen 4:5 gegen Bayern das 5:4 auf dem Fuß hatte, musste am Fuß genäht werden nach dem Spiel in Aue. Das ging mit 1:0 bekanntlich erfolgreich aus, doch ob Thomallas Fuß am Sonntag wieder kann, war am Mittwoch noch nicht gewiss.

Eine besondere Rolle

Genauso wie der Mann, der Bayern fast in Albträume versetzte, seit seinen drei Toren in München aber nicht mehr traf. Top-Torjäger Robert Glatzel setzte an diesem Dienstag und Mittwoch krankheitsbedingt aus. Und dann ist da noch der nächste Robert, Leipertz. Noch ein offensiver. Der Winterneuzugang stand nach seiner Sehnen-Verletzung in der Hüfte – mit der er schon kam vom FC Ingolstadt, in Aue erstmals wieder im Kader.

Ihm könnte in den kommenden Zweitliga-Wochen, die noch interessant werden könnten aus Heidenheimer Sicht, eine besondere Rolle zu teil werden. Ein Art Geheimwaffe. Leipertz sei ein Spieler, „der macht was, was man nicht unbedingt erwartet.“ Kann in der Offensive nicht schaden. Vor allem, wenn man den Zusatz bedenkt. Er sei einer, „der aus ganz wenig viel machen kann“.

In der Anfangsformation zu stehen wäre aber wohl zu viel. Grundsätzlich gilt für den Trainer, auch für einen hoffnungsvollen Neuzugang und Rückkehrer: „Ich möchte Argumente von den Spielern sehen.“ Die hatte Kevin Lankford bis zum Winter offenbar nicht vollumfänglich geliefert, den mit ausgebildeten Offensivmann ließ der FCH zu eben jenen St. Paulianern ziehen. Dem Namen Lankford wollte Schmidt nicht allzu große Bedeutung beimessen. „Es geht um die Sache“ – also das Spiel, dass freilich beide Mannschaften unbedingt gewinnen wollen.

Für Pauli reißt der gebürtige Heidenheimer bislang auch noch keine Bäume aus, beim jüngsten 1:1 der Hamburger gegen Bielefeld erhielt er 15 Minuten Spielzeit – seit zweiter Einsatz überhaupt. Die gab ihm Jos Luhukay – nächster wichtig Name. Der Trainer übernahm die Kiez-Kicker und bestreitet mit ihnen in Heidenheim sein erstes Auswärtsspiel. Das solch eine Mannschaft wie St. Pauli auf den Schlossberg reist, sei für Schmidt ein „ein weiteres Highlight.“ Der Name FC St. Pauli hat es auch in sich.

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