Nächster Brocken für Crailsheim

Trainer Tuomas Iisalo von Crailsheim gestikuliert an der Seitenlinie.
Trainer Tuomas Iisalo von Crailsheim gestikuliert an der Seitenlinie. (Foto: Archiv: Matthias Balk/dpa)
Aalener Nachrichten

Am 33. und gleichbedeutend vorletzten Spieltag der Basketball Bundesliga-Hauptrunde reisen die HAKRO Merlins Crailsheim in den hohen Norden. Am Mittwochabend (5. Mai, 19 Uhr) steht das nächste Spitzenspiel an. Diesmal ist man beim offensivstärksten Team der Liga, den EWE Baskets Oldenburg mit Ex-Merlin Sebastian Herrera, gefordert. Das Hinspiel konnten die Hohenloher mit 94:80 für sich entscheiden, trotzdem gehen die Donnervögel aufgrund der Verletztenmisere der Crailsheimer als klarer Favorit in das Duell.

Nach den Topspielen gegen Ulm und Hamburg steht am Mittwochabend der nächste Brocken für die HAKRO Merlins auf dem Spielplan. Mit Oldenburg wartet das offensivstärkste Team der Liga (im Schnitt 93,3 Punkte) auf die Mannschaft von Tuomas Iisalo. Die Crailsheimer konnten sich schnell von der Derby-Niederlage am Donnerstag in Ulm erholen und trotz mehreren Verletzungen gegen Hamburg zurückschlagen. Am Sonntagabend gewannen die Zauberer gegen die Towers mit 85:79 und machten den 13. Heimsieg im 17. Spiel klar. Damit festigten die Hohenloher BBL-Rang 5 mit 22 Siegen und nur 10 Niederlagen. „Es ist unglaublich zu sehen, wie unsere Spieler trotz all der Widrigkeiten, mit denen wir in dieser Saison konfrontiert waren, weiter kämpfen. Wir hatten extremes Pech mit traumatischen Verletzungen in Spielen, aber immer dann, wenn die Situation unmöglich zu bewältigen scheint, finden wir immer noch einen Weg. Das ist, was ich an unserem Team so schätze“, so Tuomas Iisalo.

Im tabellarischen Nacken sitzen den Merlins ratiopharm ulm (21 Siege) und Hamburg (20 Siege). Ulm spielt noch gegen Bayern und Bonn, Hamburg hat das vermeintlich leichtere Restprogramm mit Göttingen und Frankfurt. Das Rennen um Platz 5 ist also auch zwei Spieltage vor Schluss noch extrem spannend. Der Blick der Crailsheimer geht eher nach unten als nach oben. Auf Platz 4 steht Oldenburg mit einem Sieg mehr und einem Spiel weniger auf dem Konto. An den letzten beiden Spieltagen spielen die Niedersachsen noch in Weißenfels und zu Hause gegen Göttingen.

Der Fokus der Crailsheimer liegt aber erst einmal auf der Partie in der EWE ARENA. Dort kommt es dann am Mittwochabend zum Wiedersehen mit dem Crailsheimer Shootingstar aus der vergangenen Saison Sebastian Herrera. Der deutsch-chilene wechselte im Sommer nach Niedersachsen und kommt in 31 Einsätzen auf 6,7 Punkte und 2,2 Assists in durchschnittlich 20,5 Einsatzminuten. Angeführt werden die Donnervögel von Ligaveteran Rickey Paulding. Der 38-jährige Amerikaner absolvierte alle 31 Ligapartien, steht am längsten aller Oldenburger auf dem Parkett (26 Min.) und ist mit 15,6 Punkten Topscorer des Teams von Mladen Drijencic. „Oldenburg hat die beste Offensive der ganzen BBL. Sie wenden alle Varianten an, gehen in Posts, spielen Pick and Roll und stellen Screens für ihre Werfer. Wichtig wird die Entscheidungsfindung in der Verteidigung sein, aber sie ganz auszuschalten wird nicht möglich sein“, sagt Iisalo über die Oldenburger.

Bei den HAKRO Merlins befindet sich Aufbauspieler Trae Bell-Haynes wieder in MVP-Form. Beim Sieg gegen die Hamburg Towers markierte der Kanadier ein Triple-Double mit 20 Punkten, 12 Assists und 10 Rebounds. Zweitbester Werfer ist Center Bogdan Radosavljevic, den die Merlins für weitere drei Jahre binden und damit bereits die Planungen für die kommenden Spielzeiten fortsetzen konnten. Die Invaliden-Liste der Hohenloher schmälert sich allerdings nicht. Nach den schweren Verletzungen von Tim Coleman und Haywood Highsmith, die das jeweilige Saisonaus bedeuteten, läuft nun auch der nachverpflichtete Jermaine Haley auf Krücken und wird für die kommenden Wochen ausfallen. Der Small Foward verletzte sich beim Derby in Ulm am Knie und musste anschließend vom Feld getragen werden. Die ersten Untersuchungen gaben aber Entwarnung – im Knie ist nichts gerissen. Trotzdem wird Tuomas Iisalo in den letzten Hauptrundenspielen und wohl auch in den Playoffs mit einer kleinen Rotation spielen müssen. Auch deswegen ist man gegen die Oldenburger klarer Außenseiter.

Meist gelesen in der Umgebung

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impfung

Chefvisite - Klinikchef fordert harte Strafen für Impfverweigerer

Für Impfverweigerer soll möglichst rasch ein Regel- und Strafwerk erarbeitet werden. Darüber müsse „jetzt entscheiden werden, sonst gerät das Thema in den Bundestagswahlkampf“, warnt der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, bei „19 – die Chefvisite“. Die Corona-Impfung sei selbstverständlich freiwillig, so der Mediziner.

Es müsse aber auch klar sein, dass ein Nein zum Piks von bis zu zehn Millionen Einwohnern für diese „bedeutet, dass etwas wegfällt“ – als Strafen denkbar seien zum Beispiel die Untersagung des ...

Impftermin-Ampel: Jetzt mit Push-Nachrichten für Ihr Impfzentrum

Die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt. 

+++ JETZT NEU: Nutzer mit einem Schwäbische Plus Basic, Premium- oder Komplettabo können sich nun exklusiv und noch schneller per Pushnachricht aufs Handy über freie Termine bei Ihrem Wunsch-Impfzentrum informieren lassen. Hier geht es direkt zum Push-Service, Abonnenten können ihn sofort nutzen.

Nutzer ohne Abo können weiterhin die bestehende Impfampel auf dieser Seite hier nutzen.

Der Vormittag des 4. Juni an den Grenzübergängen Lindaus nach Österreich: Auf Vorarlberger Seite ist alles abgebaut, in dem zwis

Jetzt zieht auch Österreich nach: Kleiner Grenzverkehr zwischen Lindau und Vorarlberg ab Donnerstag möglich

Jetzt wird die Grenze zwischen Lindau und Vorarlberg wirklich für den kleinen Grenzverkehr geöffnet: Nach dem Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag kündigen nun auch die österreichischen Nachbarn an, ihre Regelung anzupassen. Und zwar schon ab Donnerstag.

Markus Söder (CSU) hatte am Dienstag die komplette Grenzregion am Bodensee in Aufruhr versetzt. Nach einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte er an, den kleinen Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich ab Mittwoch, 12.

Mehr Themen