Nackenschläge und kein Ende: VfR mit bitterer 1:2-Niederlage

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 VfR-Trainer Argirios Giannikis musste mit seiner Mannschaft im ersten Liga-Spiel 2019 eine bittere Niederlage hinnehmen.
VfR-Trainer Argirios Giannikis musste mit seiner Mannschaft im ersten Liga-Spiel 2019 eine bittere Niederlage hinnehmen. (Foto: Imago)
Sportredakteur/DigitAalen

Würzburger Kickers: Drewes - Göbel, Schuppan, Hägele, Kurzweg, Bachmann, Gnaase (75. Hajtic), Kaufmann, Skarlatidis, Baumann (85. Küc), Ademi (77. Breitkreuz).

VfR Aalen: Bernhardt - Traut, Schoppenhauer, Sarr, Schorr, Lämmel (65. Sliskovic), Fennell, Andrist, Bühler (83. Funk), Morys, Schnellbacher (86. Rehfeldt).

Tore: 1:0 Skarlatidis (24.), 1:1 Morys (67.), 1:2 Schuppan (90+2). Schiedsrichter: Bokop (Vechta). Zuschauer: 4420. Bes.Vork: 84. Gelb-Rote Karte für Sarr (Aalen).

Mit Nackenschlägen kennt sich der VfR Aalen in dieser Saison aus. Schon zwei Mal kassierte der VfR in der 3. Fußball-Liga in der Nachspielzeit Gegentore und ging nur mit einem Punkt vom Platz, siehe im Dezember gegen Energie Cottbus (3:3) und Hansa Rostock (1:1). An diesem Samstag war es wieder soweit – und es kam noch schlimmer. In der zweiten Minute der Extra-Zeit fiel das 2:1 (1:0)-Siegtor für die Würzburger Kickers und versetzte die abstiegsbedrohten Aalener statt in Aufbruchstimmung im Abstiegskampf im ersten Liga-Spiel nach der Winterpause wieder einmal in einen Frustzustand. „So ein Gegentor darf nicht passieren“, ärgerte sich VfR-Trainer Argirios Giannikis hinterher. Statt wenigstens einen Punkt gab es keinen.

Giannikis hatte für die Punktejagd ein bisschen umgebaut nach der Vorbereitung. Überraschend saß Abwehrallrounder Thomas Geyer auf der Bank, er spielte bisher immer. Verletzungsbedingt verzichten musste der Coach kurzfristig auf Nicolas Sessa (Knie). Vier Winterneuzugänge hatten es in den Spieltagskader geschafft, drei davon in die Startelf: Stephan Andrist, Johannes Bühler und Clemens Schoppenhauer.

Ein Zweikämpfer wie Schoppenhauer war von Beginn an in der flyeralarm Arena am Dallenberg gefragt, direkte Duelle bestimmten die Anfangsphase, bei den Bemühungen beider Mannschaften, die nach vorne spielen wollten. Die erste Torannäherung hatten die Würzburger, doch die drei Abschlüsse in der Anfangsviertelstunde waren nicht zwingend genug.

Aalens erster guter Abschluss schon: Nach einer schönen Kombination legte Bühler den Ball per Kopfball auf Luca Schnellbacher ab, dessen Volleyschuss von der Strafraumgrenze von Patrick Drewes über das Tor gelenkt wurde (19.). Die erste richtig gute Chance der Kickers saß: An der 16-Meter-Linie fand kein VfRler Zugriff auf Simon Skarlatidis der mit einem Flachschuss zum 1:0 abschloss (24.).

Die Möglichkeit zum Ausgleich bot sich kurz danach, plötzlich war Matthias Morys frei vor Drewes, der die Kugel aber ablenkte. Der VfR zog weiter Richtung Tor, doch leistete er sich im Spielaufbau in der ersten Halbzeit zu viele Ballverluste und ging aus besagte Zweikämpfen oft als Verlierer hervor. Würzburg machte es geschickt: Das Team des Ex-Aaleners Michael Schiele lief gut an, zog sich jedoch auch schnell zurück bei Angriffen der Ostälbler.

Morys aus dem Nichts

In Durchgang zwei starteten beide Mannschaften verhaltener. Das erste Zeichen auf Wiedergutmachung zeigte der VfR, als Bühler mit seinem Schuss aus kurzer Distanz scheiterte (57.). Fünf Minuten später vereitelte VfR-Schlussmann Daniel Bernhardt mit einer starken Reaktion einen Ball von Dominic Baumann aus Nahdistanz.

Vielleicht ein Wachmacher für den VfR: Erst vergab Morys einen Konter, als er nach einem Pass von Andrist neben Kasten schob um drei Minuten später doch erfolgreich zu sein. Aus dem Nichts traf der Torjäger zum 1:1 (67.).

Inzwischen hatte Giannikis mit Petar Sliskovic den nächsten Stürmer auf den Platz gebracht. Die große Möglichkeit hatten er und der VfR allerdings nicht mehr. In Unterzahl – Aalens Marian Sarr handelte sich nach seinem zweiten Foulspiel die Gelb-Rote Karte ein – drehte Würzburg wieder auf.

Und dann kam es wie schon oft in dieser Saison: In der Nachspielzeit passte der VfR in der Abwehr nach einem Freistoß des Ex-Aalener Fabio Kaufmann nicht auf und kassierte durch einen Kopfball von Kickers-Kapitän Sebastian Schuppan ein Gegentor – 1:2. Der Rest war Frust pur auf Seiten der Aalener.

Würzburger Kickers: Drewes - Göbel, Schuppan, Hägele, Kurzweg, Bachmann, Gnaase (75. Hajtic), Kaufmann, Skarlatidis, Baumann (85. Küc), Ademi (77. Breitkreuz).

VfR Aalen: Bernhardt - Traut, Schoppenhauer, Sarr, Schorr, Lämmel (65. Sliskovic), Fennell, Andrist, Bühler (83. Funk), Morys, Schnellbacher (86. Rehfeldt).

Tore: 1:0 Skarlatidis (24.), 1:1 Morys (67.), 1:2 Schuppan (90+2). Schiedsrichter: Bokop (Vechta). Zuschauer: 4420. Bes.Vork: 84. Gelb-Rote Karte für Sarr (Aalen).

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