Nach Sanierung erstrahlt die Ahelfingerstraße samt Kunstobjekt in neuem Glanz

 Der Platz an der Hubertuskapelle ist jetzt der neue „Dorfplatz“ in Oberalfingen. Auch die Oberalfingerstraße wurde neu gestalte
Der Platz an der Hubertuskapelle ist jetzt der neue „Dorfplatz“ in Oberalfingen. Auch die Oberalfingerstraße wurde neu gestaltet. Ein Hingucker und auch eine Murmelbahn ist die Plastik des Künstlers Simon Maier. (Foto: Markus Lehmann)
Freier Mitarbeiter

Eine Ortssanierung mit Vorbildcharakter für mehr Lebensqualität: Richtig herausgeputzt ist jetzt die Ahelfingerstraße und sie ist in Teilen kaum noch wiederzuerkennen. Oberalfingen hat jetzt zudem an der Hubertuskapelle und am Maibaumplatz gleich zwei neu gestaltete Bürgertreffpunkte. Die Straße hat jetzt einen zwei Meter breiten, durchgehenden gepflasterten Gehweg, Baumquartiere, neue Sitzgelegenheiten, eine LED-Beleuchtung und ein ausgefallenes Kunstobjekt im unteren Bereich.

Eine oft geflickte Asphaltstraße, kein durchgehender Fußweg, wenig Aufenthaltsqualität. So hatte sich die Hauptdurchgangsstraße in dem Hofener Teilort über viele Jahre lang präsentiert. Der Stadtverwaltung war es bei der Planung wichtig gewesen, die Bürger und Anwohner bei der Neugestaltung mit einzubinden. So gab es unter anderem im Kellerhaus eine Bürgerinfo.

Am Freitag wurde jetzt die fertige Umgestaltung offiziell eröffnet, mit einer Menge Gäste. An der Hubertuskapelle (erbaut 1738) begrüßte sie Aalens Oberbürgermeister, an der jetzt „vermutlich schönsten Stelle Aalens“. Die Sanierung sei tatsächlich außergewöhnlich schön geworden. Und, so Frederick Brütting, Plätze für die Gemeinschaft an einem Ort seien wichtig und am besten habe man sie in der Ortsmitte. Gekostet hat die Umgestaltung rund 1,3 Millionen Euro, 435 000 Euro Zuschuss gab es über das Programm Entwicklung Ländlicher Raum (ELR). Für seinen Einsatz dafür in Stuttgart wurde später dem CDU-Landtagsabgeordneten Winfried Mack gedankt.

Aalens Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle hatte an die ersten konkreten Planungen vor etwa drei Jahren erinnert, die auch in Zusammenhang mit dem Austausch maroder Kanalabschnitte und der Erneuerung der Mittelspannungsleitung standen. „Ein historischer Ort hat wieder eine Mitte bekommen“, hatte Mack die Versammelten begrüßt. Es sei wichtig, dass gerade der ländliche Raum gestärkt werde, kleinere Ortschaften gestärkt werden und beim Blick auf die Kapelle „die Kirche im Dorf“ bleibe.

Dass mit den Planungen der Stadtwerke, die Stromleitungen und die Straßenbeleuchtung zu erneuern, auch die Erneuerung der Ahelfingerstraße einherging, war für „Oberalfingen eine glückliche Entscheidung und Chance, eine ortsbildgerechte Umgestaltung zu schaffen,“ freute sich die stellvertretende Hofener Ortsvorsteherin Susanne Huber. Sie bedankte sich auch bei den Anwohnern und Gewerbetreibenden für die Geduld und das Verständnis während der Bauarbeiten. Und Oberalfingen habe nun einen neuen „Dorfplatz“ als schönen Begegnungsort, der auf die Idee der Dorfgemeinschaft „Räumle“ zurückgeht.

Für Pfarrer Michael Windisch sind solche Plätze schon immer wichtig für den Menschen und die Gemeinschaft gewesen, das reiche zurück bis in die Antike. Als Beispiel nannte er Athen. Am Maibaumplatz wurden die Besucher von den Zweitklässlern der Kappelbergschule mit einem Lied begrüßt, passend zu dem Bienenhotel, dass sie hier zusammen mit dem NABU Aalen gebaut haben.

Ein besonderer Hingucker in der Ahelfingerstraße ist jetzt die Plastik des Hofener Künstlers Simon Maier mit direktem Blick auf die ehemalige Burg Hohenalfingen. Sie ruht auf Eisenträgern von der ehemaligen Eisenbahnbrücke am Rötenberg, ist mit Eisenoxid eingefärbt und weist so auf die Eisenerzader hin, die auf Hofener Markung entdeckt wurde und mit die Entstehung des Bergbaus einleitete. In der Skulptur findet man die unterirdischen Stollen und die zahlreichen Versteinerungen, die man hier in der Gegend findet. Oben thront die ehemalige Burg. Der Clou dieser Aufbauplastik aus Beton, Eisen und Stahl: Sie ist zugleich eine Murmelbahn.

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