Nach dem KSC-Coup: VfR Aalen will gegen Zwickau nachlegen

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Sportredakteur/DigitAalen

Die Situation:

Der FSV Zwickau steht da, wo der VfR Aalen hinwill. Mit 33 Punkten hat er aktuell neun Zähler mehr auf dem Konto als das Schlusslicht aus Aalen. Zuletzt gewann der FSV gegen den KFC Uerdingen mit 2:0. Top-Torschütze ist Toni Wachsmuth mit sieben Treffern – er traf per Foulelfmeter auch gegen Uerdingen.

An diesem verregneten Freitag stand Royal-Dominique Fennell wieder im Mittelpunkt. Wenn auch nur wenige Minuten. Und erneut war Zwickau im Spiel. Wegen dem Spiel an diesem Samstag. Doch wenn es um den FSV Zwickau geht, hat der Mittelfeldabräumer des VfR Aalen auch ein bisschen was zu erzählen. „Ich habe ziemlich gute Erfahrungen mit Zwickau in der Vergangenheit gehabt. Wir haben oft dort gepunktet“, sagte Fennell auf der Pressekonferenz und bezog dabei auch seine vorigen Vereine ein, denn seit Sommer spielt er erst für Aalen.

Man kann auch sagen, „Nick“ Fennell hat ambivalente Erfahrungen mit Zwickau im VfR-Trikot. Ende September des Vorjahres trug sich Fennell als Torschütze in die Datenflut des Weltfußballs ein, und wenige Minuten später noch einmal, als er seine eigene Führung per Eigentor ausglich und eben zwei Mal im Mittelpunkt stand.

Fennell denkt freilich lieber an den ersten Fakt beim 3:2-Sieg: „Wenn mir ein Tor gelingen würde, wäre es natürlich gut.“ Gleich deren drei und sogar gar kein Gegentor gelang den Aalenern an diesem Mittwoch in Karlsruhe, was alle Beobachter überraschte.

„Ein geiler Abend“, wie Fennells Trainer Rico Schmitt noch am Freitag schwärmte. „Das zeigt, was in der Mannschaft stecken kann.“ Doch dieses 3:0 ist nicht viel Wert, wenn gegen Zwickau kein Punkte folgen.

Das Problem: Der VfR gewann in dieser Saison noch nie zwei Spiele hintereinander. Egal, Statistiken kann man ändern, Fennell will sich ja schließlich auch wieder in die Torschützenliste eintragen.

Gegen den direkten Abstiegs-Konkurrenten muss alles raus

Fennell und die Aalener müssen die Brücke schlagen oder wie es Schmitt sagt „den Move mitnehmen“ und „ab 14 Uhr alles raus hauen.“ Nach dem KSC-Coup folgt ein Kampfspiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. „Wir wollen eine gute Präsenz auf den Platz bringen und die gleiche Leistung abliefern wie am Mittwoch. Wir wollen auf jeden Fall nachlegen“, erklärte Fennell.

Der VfR will gewinnen. „Zwickau muss gewinnen“, befand Schmitt und gibt den Druck, den der VfR ja irgendwie auch hat, weiter. In Sachen Zwickau ist der Coach von Berufswegen gut informiert. „Da wird eine Mannschaft hier aufdribbeln, die mit großem Herz und Leidenschaft Fußball spielt und sehr effektiv spielt.“

Der Junge will vorankommen, hat einen unbändigen Willen. VfR-Trainer Rico Schmitt über Papadopoulos

Vorne sorgt einer wie Zielspieler Ronny König für Unruhe („Ich kenne ihn noch aus Aue“). Schmitt hat zum Abschluss der kräfteraubenden englischen Woche neben der erfolgreichen Elf aus Karlsruhe weitere Optionen für das Zwickau-Spiel. Der gelbgesperrte Nicolas Sessa kehrt in den Kader zurück, zudem Top-Torjäger Matthias Morys. Ein weiterer Name ist Rückkehrer Patrick Schorr.

In Karlsruhe brachte Schmitt Johannes Bühler und später Mohamed Amelhaf, die in den fünf Spielen zuvor keine Rolle spielten. Der Trainer hat bewiesen, dass er überraschen kann bei Personalrochaden.

Ein auffälliges Beispiel: Antonios Papadopoulos (19) nutzte seine Chance und spielte sich im zentralen Mittelfeld fest – und in den Mittelpunkt. „Der Junge will vorankommen, hat einen unbändigen Willen“, beschreibt Schmitt.

Auch Fennell registriert die Leistung des zehn Jahre jüngeren Nebenmanns: „Ich bin nicht überrascht, er hat sich kontinuierlich entwickelt.“ Solche Dazwischenhauer wie Fennell und Papadopoulos könnte es an diesem Samstag gebrauchen. „Es wird ein ekliges Spiel. Es geht um Mentalität, Einstellung und Wille“, unterstrich Fennell. Der Sechser will Zwickau schließlich weiter am liebsten positiv in Erinnerung haben.

Die Situation:

Der FSV Zwickau steht da, wo der VfR Aalen hinwill. Mit 33 Punkten hat er aktuell neun Zähler mehr auf dem Konto als das Schlusslicht aus Aalen. Zuletzt gewann der FSV gegen den KFC Uerdingen mit 2:0. Top-Torschütze ist Toni Wachsmuth mit sieben Treffern – er traf per Foulelfmeter auch gegen Uerdingen.

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