Nach dem Intermezzo im Quartett-Spiel

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Mit Dynamik im Mittelfeld: Mart Ristl.
Mit Dynamik im Mittelfeld: Mart Ristl. (Foto: Peter Schlipf)
Sportredakteur/DigitAalen

Er blickt nicht nur nach vorne, sondern auch zur Seite und nach hinten. Er muss den Rundumblick haben, das verlangt seine Position. Und Mart Ristl ist auch trotz seiner jungen Jahre schon erfahren genug, um zu wissen, dass er seine Mitstreiter im Blick haben muss. Seine Qualität hat dieser junge Mann schon auf höchster Ebene nachgewiesen, denn wer es beim Bundesligisten VfB Stuttgart in die Elf schafft, muss etwas drauf haben.

„Konkurrenzkampf schadet nie“, sagt der 22-Jährige. Er steckt mittendrin. Als letzter der acht Neuzugänge des Fußball-Drittligisten VfR Aalen feuert er den Konkurrenzkampf im Mittelfeld an.

Patrick Funk, Royal-Dominique Fennell - beide auch neu -, Lukas Lämmel und Ristl kämpfen um zwei Plätze in der Mittelfeldzentrale. Ristl komplettierte den Kader, in dem alle Positionen doppelt besetzt sind. Vor dem Start in die Saison in der 3. Liga am Samstag gegen Wehen Wiesbaden ist diese Position des Sechsers die Umkämpfteste. „Das sind vier Jungs mit ganz hoher Qualität“, stellt VfR-Trainer Argirios Giannikis fest. Bei der Generalprobe des VfR gegen Holstein Kiel (0:1) fingen Funk und Lämmel an, nach der Halbzeitpause kamen Fennell - und Ristl. Giannikis hat die „Qual der Wahl“, einen Spieler aus dem Quartett hob er nicht hervor. „Die Jungs haben alle Qualität“, sagt auch Ristl über seine Mitspieler.

Die Vier lieferten eine ordentliche Leistung ab. Ristl versuchte seine Dynamik in der Zentrale einzubringen, am Limit ist er freilich noch nicht. Die Partie gegen den Zweitligisten war erst sein dritter Einsatz im letzten halben Jahr.

Eine Knieverletzung warf das einstige VfB-Talent und Ex-U 19-Juniorennationalspieler zurück. Die beendete auch sein Intermezzo in Frankreich - nach seinen fünf Jahren bei den Cannstatter Jungs. Beim VfB hatte der gebürtige Schwäbisch Gmünder seine große Zeit in der Saison 2015/2016 mit drei Einsätzen (Debüt unter dem Gmünder Trainer Alexander Zorniger), in der Abstiegssaison.

Stuttgart - Sochaux - Aalen

Unter Trainer Hannes Wolf gab es für ihn keine Perspektive. Nach weiteren Einsätzen in der zweiten Mannschaft folgte vorigen Sommer der Wechsel nach Sochaux - mit dem Gmünder Trainer Peter Zeidler.

Ein Neuanfang in der zweiten französischen Liga - Ristl unterschrieb für drei Jahre, es wurde bekanntlich nur eines. Fünf Einsätze, die Verletzung, dann der nächste Wechsel. Ein Stammplatz ist freilich auch in Aalen das Ziel, bei seinem nächsten Neuanfang. Doch Ristl sagt: „Ich mache mir keinen Druck.“

Er ist froh zu spielen und will seine Kniegeschichte erst einmal vergessen. Er spielt, wie die weiteren Neuzugänge seine Rolle beim Neuanfang in Aalen. Ristl und die andereren sind neu, der Trainer auch. Über ihn kann der defensive Mittelfeldmann, auch wenn erst zwei Wochen dabei, schon etwas sagen. „Er macht einen Top Eindruck, bereitet uns top auf die Gegner vor und geht auch gezielt auf die Positionen ein“, befindet Ristl.

Seine ist umkämpft - dem stellt sich der Neue mit dem Rundumblick.

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