Mutig agieren und punkten

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 Die Aalener (hier Erol Sabanov und Argirios Giannikis) hatten zuletzt viel zu besprechen.
Die Aalener (hier Erol Sabanov und Argirios Giannikis) hatten zuletzt viel zu besprechen. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

Die Länderspielpause haben sie beim Fußball-Drittligisten VfR Aalen laut eigenen Aussagen genutzt. Auf dem Plan stand die eigene Spielweise zu verbessern und die eigenen passiven Phasen weiter zu minimieren. Ob es geklappt hat, werden wohl erst die 90 Minuten in der Ostalb-Arena an diesem Samstag (14 Uhr) zeigen. Dann nämlich trifft die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis auf Preußen Münster (Tabellenneunter mit neun Punkten auf dem Konto).

Vieles war gut in der zweite Hälften im Derby gegen Sonnenhof Großaspach (1:1) vor der Länderspielpause. Daran wollen und müssen die Aalener anknüpfen um gegen Preußen Münster wieder erfolgreich zu sein. „Wir müssen mutig agieren und unsere Spielweise auf den Platz bekommen“, sagt Giannikis. Denn der Gegner aus Münster ist keine Laufkundschaft und wird „schnell nach vorne spielen“. Viel haben sie in Aalen über die schwache erste Hälfte in Großaspach gesprochen. „Eine genaue Antwort auf das Warum, die werden wir aber wohl nie finden“, gibt Giannikis zu. Allerdings sei jetzt auch nicht alles schlecht, was vor rund drei Wochen nach dem Heimsieg über die Würzburger Kickers noch gut war.

2400 Tickets verkauft

„Da haben wir noch viel Lob für unsere Leistung bekommen“, sagt Giannikis und versteht aber auch, wenn seine Jungs nach der schwachen Leistung gegen 1860 München einige Zuschauer vergrault haben sollten.

„Wir müssen wieder unseren mutigen Fußball auf den Platz bekommen und dann werden wir auch viele Zuschauer wieder von unserem Weg überzeugen“, ist sich Giannikis sicher. Aktuell kann der VfR Aalen am Samstag mit 2400 Zuschauern rechnen. In der vergangenen Runde waren es im Duell gegen Preußen Münster am Ende 2900. Personell kann der Trainer der Aalener aber aus dem Vollen schöpfen, denn auch Sascha Traut steht wieder zur Verfügung. Was das für die Aufstellung bedeutet, dass wollte Giannikis aber nicht verraten.

Ebenso wie eine Antwort auf die immer wiederkehrende Frage nach der Dreier- oder Viererkette in der Abwehr. Ein „kleines Sonderlob“ gab es aber dann doch für Marvin Büyüksakarya, der „seine Sache gegen Großaspach sehr gut gemacht hat“. Zufrieden zeigte sich Giannikis generell mit der Trainingsleistung seiner Mannschaft in der Länderspielpause. „Klar, hat nicht immer jeder Spieler seinen besten Tag. Aber insgesamt waren es sehr gute Einheiten“, sagt der VfR-Trainer. Der Blick auf die momentane Tabellenposition (Platz 16 mit fünf Punkten) lässt den Aalener Coach nicht ins Grübeln geraten.

„Die Tabelle ist für mich zweitrangig. Mir geht es um die Entwicklung unserer Spielweise“, so der Coach weiter. Eine hundertprozentige Prozent Vorstellung von dieser hat er nicht, aber vieles von dem, was er sehen wolle, habe die Mannschaft in diversen Phasen der Spiele schon umgesetzt. Nun gehe es darum, die passiven Phasen weiter zu minimieren oder zumindest so zu gestalten, „dass sie uns nicht wehtun“. Der Gegner aus Münster hatte zuletzt seinerseits Probleme mit dem Toreschießen (zwei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg), wird aber sicherlich alles daransetzten diese Serie gegen den VfR zu beenden und das weitere Abrutschen in der Tabelle in Richtung Gefahrenzone damit zu verhindern.

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