Musikverein Waldhausen begeistert Zuhörer beim Frühjahrskonzert

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Viktor Turad
Freier Mitarbeiter

Einen wahren musikalischen Leckerbissen hat der Musikverein Waldhausen seinen zahlreichen Zuhörern in der voll besetzten Gemeindehalle beim Frühjahrskonzert serviert. Die Musikerinnen und Musiker der 45-köpfigen Kapelle bewiesen ihre Klasse bei einer musikalischen Weltreise, bei der sie mit der Intonierung bekannter und weniger bekannter Hits begeisterten.

Aber auch die jungen Nachwuchsmusiker und die Senioren bewiesen, dass sie’s drauf haben und ernteten ebenso wie die Musikkapelle begeisterten Beifall. Wie gut die Akteure den Geschmack des Publikums getroffen hatten, zeigte sich daran, dass sie nicht ohne Zugabe von der Bühne kamen. Im Rahmen des Konzerts wurden treue Musiker geehrt. Eine herausragende Auszeichnung erhielt Vorsitzender Peter Friedel.

Da hat aber auch einfach alles gepasst: Eine bunte Vielfalt an konzertanten Stücken wurde präsentiert, dargeboten mit musikalischem Können und unverkennbarer Spielfreude. Den Anfang machte die Bläserklasse unter der Leitung von Volker Jauss. Bei ihr handelt es sich um eine Kooperation von Grundschule, Musikverein und Musikschule Aalen. Für einige Buben und Mädchen war es der erste öffentliche Auftritt, den jedoch alle zusammen hervorragend meisterten.

Dann traten die Nachwuchsmusiker in Aktion, der Spielkreis unter der Leitung von Timo Gneipelt. Sie trugen ihre Stücke, bekannte und neu arrangierte Hits, flott oder getragen vor, zum Teil sagten sie sie in der Person von Viktoria Gröber und Felix Hammel selbst an.

Hits, die ins Ohr gehen

Danach gehörte der aktiven Kapelle unter dem Dirigat von Timo Gneipelt die Bühne. Die Musikerinnen und Musiker überzeugten bei so bekannten Stücken wie „Lord of the Dance“, „Tanz der Vampire“, dem größten Musicalhit aller Zeiten, wie Manuel Schluck als Conferencier sagte, oder „Africa“, dem Ohrwurm der amerikanischen Band Toto von 1982. Ins Ohr gingen aber auch „Shirin“, eine an die jüdische Klezmer-Tradition angelehnte Tanzmusik, oder die „Kleine ungarische Rhapsodie“, die von Lied, Leid und Romantik der Sinti und Roma erzählt. Die Kapelle bewies bei diesen Darbietungen eine große Bandbreite und Musikalität. Kein Wunder, dass sie dafür begeisterten Beifall erntete. Besonders glänzten als Solisten Lina Koch und Matthias Blank.

Volkstümlich und deutlich ruhiger klang der gelungene Abend aus mit dem Auftritt der Original Härtsfelder Seniorenkapelle unter der Leitung von Konrad Saur. „Böhmisch klingt’s am schönsten“ oder der „Feierabendwalzer“ – solche Klänge waren ebenfalls genau nach dem Geschmack des Publikums.

Vorsitzender Peter Friedel, der die Gäste begrüßt hatte, wurde eine besondere Ehrung zuteil, von der er selbst am meisten überrascht wurde. Wolfgang Bahle aus Röhlingen als Vertreter des Blasmusikverbandes Ostalbkreis überreichte ihm die Fördermedaille in Gold für vorbildliche Tätigkeit. Der Verband würdigte damit die Tatsache, dass Friedel seit seinem 16. Lebensjahr ehrenamtlich für die Musik unterwegs ist. Seit 18 Jahren ist er Vorsitzender des Musikvereins, davor war er vier Jahre zweiter Vorsitzender und viele Jahre Ausschussmitglied.

Treue Mitglieder geehrt

Geehrt wurden vom Verein zweiter Vorsitzender Tobias Weber, der seit 20 Jahren aktiver Musiker ist, sowie Renate Friedel, Heike Hahn und Sandra Schrimpf, die seit 30 Jahren im Verein musizieren. Ein Wort des Dankes galt Hermann Joas aus Unterkochen, der seit 1996 in der Seniorenkapelle gespielt hatte und nun seine Tuba auf die Seite stellt, und Manuel Schluck, der nach den Worten Friedels charmant und locker durch das Programm geführt hatte. Von einem gelungenen Konzert sprach auch Ortsvorsteher Patriz Gentner, der die Musikerinnen und Musiker in den höchsten Tönen lobte.

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