Musikverein feiert seinen 100. Geburtstag mit würdigem Abschluss

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 Der Musikverein Ebnat hat den Abschluss seines 100-jährigen Bestehens mit einem Konzert in der Jurahalle gefeiert.
Der Musikverein Ebnat hat den Abschluss seines 100-jährigen Bestehens mit einem Konzert in der Jurahalle gefeiert. (Foto: Edwin Hügler)
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Zum Abschluss der Feiern aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens hat sich der Musikverein Ebnat bei seinem Konzert in der Jurahalle noch einmal in Jubiläumsform präsentiert. Die Musikkapelle unter der Leitung von Marc Schmid begeisterte die Zuhörer mit einem breitgefächerten musikalischen Repertoire, das keine Wünsche offen ließ. In nichts nach standen den Gastgebern die Musiker der Patenkapelle aus Dalkingen.

Zunächst trat die Jugendkapelle Ebnat unter der Leitung von Anja Lindner in Aktion. Die Nachwuchsmusiker intonierten „Pirates oft he Caribbean“ von Klaus Badelt, entführten flott und dynamisch mit „Eye of the Tiger“ von Frank Sullivan und Jim Peterik in die Welt der Boxer und servierten zum Abschluss ihres Konzertparts einen fröhlichen „Party dance Mix“. Als ein homogener Klangkörper mit einer differenzierten Spielweise erwies sich der Musikverein Dalkingen unter der Leitung von Kurt Sturm. Die Musikkapelle demonstrierte insbesondere bei der sinfonischen Suite „Die Etsch“ von Sepp Thaler ihr Können. Die einzelnen Register setzten in diesem spannungsgeladenen Werk den Südtiroler Fluss musikalisch effektvoll in Szene. Ebenfalls der Natur widmete sich das Blasorchester bei „Silva Nigra“ von Markus Götz. Dabei transportierten die Musiker mit Volksliedern und gregorianischen Elementen die Schönheit des Schwarzwalds.

Vom Säbeltanz zu Doktor Schiwago

Vollkommen andere Akzente setzte das Musikstück „Wo die Wolga fließt“ von Hans Kolditz. Da war das Rasseln beim russischen Säbeltanz förmlich zu spüren, die Schiwago-Melodie stimmte versöhnlich und das Lied der Balalaika erzählte von der Sehnsucht.

In glänzender Spiellaune präsentierte sich auch der von Marc Schmid dirigierte Musikverein Ebnat. Die Musiker waren hoch konzentriert und imponierten mit großem Einfühlungsvermögen den Charakter der einzelnen Kompositionen. Bei „Pur in Concert“ im flotten Sound waren die Hits „Indianer“, P rinzessin“ und „Lena“ zu hören. Eine mysteriöse anmutende musikalische Hexenjagd entfachte die Kapelle bei „The Witch and the Saint“ –die Hexe und die Heilige – von Steven Reineke.

Beim locker-fröhlichen „Danza Kuduro“ von Lucenco ergriff Nachwuchsdirigent Luca Maier den Taktstock und gab ein gelungenes Debüt.

Der Titel „Skyfall“ von Adele bot temperamentvolle und spannende musikalische Momente, bevor die Musiker mit „Rockin`Elise“ von Ludwig van Beethoven sich in die Welt der Klassik wagten. Die locker-fröhliche „Salemonia“ von Kurt Gäble bildete dann den Abschluss des Programms der Ebnater Musiker.

Zum großen Finale formierte sich ein rund 100-köpfiges Blasorchester der Musikvereine Ebnat und Dalkingen und intonierte den Marsch „Alte Kameraden“ und die Ouvertüre aus der Feuerwerksmusik von Händel. Die Besucher belohnten mit langanhaltendem Applaus den engagierten Auftritt der an diesem Konzert beteiligten Musiker.

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