Musikdirektor Lüdeking hört auf

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Im kommenden Herbst will Musikdirektor Udo Lüdeking den Dirigentenstab zur Seite legen, um sich in den Ruhestand zu verabschiede
Im kommenden Herbst will Musikdirektor Udo Lüdeking den Dirigentenstab zur Seite legen, um sich in den Ruhestand zu verabschiede (Foto: Kullmann)

Das bloße „Tsching da rassa bum“ setzen die Musiker des städtischen Orchesters, der Jugendkapelle und ihr Dirigent Musikdirektor Udo Lüdeking äußerst sparsam ein. Zumindest war es bisher so. Wie es künftig sein wird, steht noch in den Sternen. Der Grund: Der Orchesterchef verabschiedet sich in den Ruhestand. Für die Stadt ein Problem. Denn sie scheint nicht so recht zu wissen, wie sie die Lücke füllen soll. In den nächsten Tagen trifft sich der Musikschulbeirat zu einer Sitzung, auf der es aller Voraussicht nach um die Neubesetzung der Musikdirektorenstelle oder um eine völlige Umstrukturierung der Leitungsposition des Orchesters, der Kapelle und auch der Bläserschule geht.

Fakt ist, noch Amtsinhaber Udo Lüdeking geht zum Schuljahresende 2011 in den Ruhestand. Seit 1983 leitete er die drei für die Stadt so wichtigen Institutionen. „Sein letzter Arbeitstag wird vermutlich der 30. September sein“, bestätigt Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher. Was dann geschieht, lässt er noch offen, denn vor einer endgültigen Lösung bauen sich viele Hürden auf. Eine liefert die knappe Stadtkasse, eine weitere kommt von der Gemeindeprüfanstalt, die bereits 2004 die Stadtverwaltung ermahnte, die Strukturen von Musikschule und Bläserschule unter die Lupe zu nehmen.

Möglich wäre, die frei werdende Stelle einfach neu zu besetzen, Parallelstrukturen aufzulösen, beispielsweise die Bläserschule in die Musikschule zu integrieren oder einen Dirigenten als künstlerischen Leiter via Musikschule zu verpflichten. Viele Lösungsvarianten kursieren derzeit, welche zum Zuge kommt, scheint noch offen.

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