Musical in der Stadthalle: „Sieh mit dem Herzen!“

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Das Biest (Vladislav Weis) und die Schöne (Elisabeth Kirch) finden schließlich zusammen.
Das Biest (Vladislav Weis) und die Schöne (Elisabeth Kirch) finden schließlich zusammen. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

„Die Schöne und das Biest“ – das ist die Geschichte um einen verfluchten Prinzen. Sie dreht sich, wie könnte es anders sein, um die Liebe. Das Liberi Theater aus Bochum hat jetzt dieses Märchen in Form eines Musicals in einer kinderfreundlichen Version in der voll besetzten Stadthalle in Aalen auf die Bühne gebracht. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die zahlreichen Kinder, ihre Eltern und ihre Omas und Opas hatten großen Spaß an dieser Aufführung.

Zum Inhalt: das Biest (Vladislav Weis), ehemals ein Prinz, lebt in einem Schloss. Er war früher kein guter Mensch und hat nicht an die Liebe geglaubt. Erst wenn er die wahre Liebe findet wird er von seinem Fluch erlöst.

Das Biest fordert einen hohen Preis

Als eines Tages ein armer Kaufmann (Viktor Silvester Wendtner) im Schlossgarten eine Rose pflückt, fordert das Biest dafür einen hohen Preis: Seine Tochter Belle (Elisabeth Kirch) muss ins Schloss kommen und dort leben. Belle hat zwei egoistische Schwestern, nämlich Caniche (Martina Pallinger) und Crapaud (Alicia Wagner). Die beiden buhlen um den draufgängerischen Taureau (Markus Peters), der jedoch nur Augen für Belle hat. Doch Belle geht ins Schloss, wo sie neben dem Biest auch noch die ebenfalls verfluchten Juliette, Marion, Cimon und Gerard trifft. Belle empfindet von Anfang an eine gewisse Sympathie für das Biest, denn sie folgt dem Leitgedanken „Hör nicht auf deine Augen, sondern sieh mit dem Herzen“. Das Biest ist jedoch aufgrund seines Aussehens sehr schüchtern. Seine vier Mitbewohner fordern das Biest auf, nett zu sein zu Belle, denn nur, wenn er in ihr die Liebe findet, werden alle vom Fluch befreit. Die schöne Belle und das Biest kommen sich immer näher.

Belle sagt zum Biest die magischen Worte „Ich liebe dich“

Als Belle für einen Tag nach Hause kommt, versucht Taureau sie einzuschüchtern und für sich zu erobern. Doch das klappt nicht. Daraufhin geht er ins Schloss, um das Biest herauszufordern. Belle kehrt ebenfalls in Schloss zurück. Es kommt zum großen Showdown und Belle sagt zum Biest die magischen drei Worte „Ich liebe dich“. Der Fluch ist besiegt und das Biest verwandelt sich in den schönen Prinzen Pierre. Dem Glück der beiden steht nichts mehr im Wege. Die Moral von der Geschichte: Folge deinem Herzen und vertraue auf die Liebe, dann wird alles gut.

Der Autor des Liberi-Theaters, Helge Fedder, hat dieses Märchen mit humorvollen Dialogen bereichert. Die Eigenkompositionen aus der Feder der Musiker Christoph Kloppenburg und Hans Christian Becker untermalten das Geschehen mit viel Charme, effektvolle Choreographien, prächtige Kostüme, das Bühnenbild und nicht zuletzt das schauspielerische und gesangliche Können der Akteure waren weitere Erfolgsgaranten dieses Familienmusicals.

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