Mountainbiker mit neuer Ausrichtung

Lesedauer: 3 Min
 Das Team (v. l.): Remi Laffont, Steffen Thum, Gali Weinberg, Marion Fromberger und Simon Gegenheimer. Es fehlt Miriam Neureuthe
Das Team (v. l.): Remi Laffont, Steffen Thum, Gali Weinberg, Marion Fromberger und Simon Gegenheimer. Es fehlt Miriam Neureuther. (Foto: Armin M. Küstenbrück)
Aalener Nachrichten

Aalen (an) - Als „Mountainbike Racingteam“ startet die UCI-Profimannschaft um Steffen Thum (34), Simon Gegenheimer (30) und Rémi Laffont (27) in die Saison 2019. Wegweisend sollen sowohl die elitäre Sponsoren- und Sportlerauswahl als auch die Herangehensweise an sich sein.

Das Trikot ist in neutralem schwarz gehalten und mit nur drei Partnern versehen. „Inhalte sind uns wichtiger als Buchstaben“, so Steffen Thum, der ergänzt: „Wir wollen nicht einfach jeden Partner der uns ein paar 1000 Euro gibt mit seinem Logo ablichten. Die Sportler sollen unsere Partner kennen, gemeinsam mit ihnen Radsport entdecken und weiterentwickelt. Nur so können wir an neue Ufer gelangen.“

Und seine Strategie scheint aufzugehen, denn bei der in Berchtesgaden veröffentlichten Mannschaft war niemals die Sprache von kurzfristigem Denken und einer dementsprechenden Zielsetzung. „Steffen ist offiziell der Kapitän auf unserer Reise mit dem Team aber wie in einem Boot ist die Mannschaft dahinter ebenfalls wichtig. Wir können, dürfen und sollen sogar alle mitentscheiden bei der Gestaltung unserer Zukunft. Sponsoren wie auch Sportler, jeder nach seinen einzigartigen Fähigkeiten. Aber wir können sicherlich keine stummen Geld- oder Tretmaschinen in unserem Team gebrauchen“, so der vierfache Deutsche Meister Simon Gegenheimer zu seiner alten/neuen Profimannschaft. In der Teamaufstellung sind neben den besagten drei Herren und der Langläuferin und Mutter Miriam Neureuther (28), auch zwei ganz neue Gesichter.

Eine Überraschung

Die erst 18-jährige, sprintstarke Marion Frommerer (18) aus Passau. Aufmerksam ist das Team auf sie geworden als sie in China überraschend dritte der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr wurde. „Marion soll sich langsam ins Profigeschäft einfinden aber nach Talent muss man nach ihrer großen Show bei der WM nicht mehr Fragen“, so Teamleiterin Kerstin Thum.

Und dann ist da noch eine weitere Überraschung im Fahrerportfolio: Denn eine israelische Fahrerin erwartet man nicht direkt als erstes in einem Team, das unter anderem eine Rennserie in Dubai bewirbt. Gali Weinberg (21) ist ihr Name und die nur 42 Kilogramm schwere Kletterspezialistin soll ebenfalls neuen, frischen Wind in die Truppe bringen. Man bemerkt direkt die internationale Ausrichtung und auch in Sachen Rennen soll diese deutlich werden. Der Weltcup in den verschiedenen Disziplinen von Sprint bis Marathon soll der Hauptspielplatz der Profis sein.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen