Simon Gegenheimer.
Simon Gegenheimer. (Foto: Maheux)
Aalener Nachrichten

Frankreich/Aalen (an) - Der Deutsche Mountainbike Meister Simon Gegenheimer (30 Jahre) zeigt im französischen Villard de Lans bei Grenoble mit Platz vier, dass er wieder Weltcupform besitzt. Seine Teamkollegin Marion Fromberger (18) musste hart kämpfen, behauptete mit Tagesposition neun jedoch ihre Weltcupführung.

Villard de Lans in den französischen Alpen ist normalerweise der Schauplatz für die Bergspezialisten, doch dieses Wochenende machte der Mountainbike-Weltcup der Sprinter hier Halt. Das Renngelände rund um die Skistrecke war dementsprechend typischer Wald- und Wiesenuntergrund. „Mein Team steht für eine breitgefächerte Radsportausbildung. Auch ich als Sprintspezialist musste in meiner Karriere bereits Rennen wie die TransAlp oder das Brasilride bestreiten und habe heute davon profitiert. Ich wusste was ich in den Alpen zu erwarten habe, steile Anstiege, Schotter und Wiesenpassagen, darum habe ich mich auch für mein vollgefedertes Rad entschieden“, so Simon Gegenheimer zu seinem ersten Sprintweltcup auf einem vollgefederten Rad. Und der Mut zum neuen Sprintrad war eine sehr gute Wahl, denn der fünfmalige Weltcupsieger zeigte sich in starker Verfassung.

Britta gewinnt den Sprint

Speziell in den kurzen Anstiegen konnte Gegenheimer immer wieder Positionen gut machen. Den finalen Sprint gewann der junge Franzose Hugo Britta (22), Gegenheimer wurde Vierter und war damit zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Weltcuppodest. Bei den Damen ging die erst 18-jährige Marion Fromberger nach ihrem Sieg in Barcelona als Weltcupführende an den Start. „Ich war mega nervös. Ein Rennen im weißen Leadertrikot des Weltcups ist etwas ganz Anderes und deutlich stressiger. Pressekonferenz, Autogramme, Fotos, immer und überall, es war nicht ganz einfach für mich hier die Konzentration zu behalten“, so Fromberger zur neuen Erfahrung. Dazu kam noch ein starker Pollenflug, auf welchen die junge Athletin des Mountainbike Racingteams allergisch reagiert. Dennoch schlug sich Fromberger sehr beachtlich. Position sieben im Zeitfahren und am Ende mit Platz neun ein weiteres Top-10-Weltcupergebnis ergaben genügend Punkte, um auch nach dem Rennen in Frankreich die Weltcupführung zu behaupten. „Wir sind sehr zufrieden. Vergangene Woche habe ich noch gesagt, wir haben viel Training investiert, um in Juni um das internationale Podest mitkämpfen zu können, nicht einmal fünf Tage später stehen wir darauf. Ich bin gespannt ob das so weiter geht aber die Stimmung und Motivation im Team ist mehr als gut“, so Teamchefin Kerstin Thum zum Auftakt der wichtigen Rennen im Juni. Kommende Woche folgen nun die nationalen Meisterschaften für Gali Weinberg (22), danach werden auch die Langstreckenspezialisten ins Rennen geschickt. Thum (34) und Laffont (27) starten beim achttägigen Etappenrennen TransPYR, wo es über die Pyrenäen vom Mittelmeer bis an den Atlantik geht.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen