Mosambik zu Gast in Aalen

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Bald könnte es im Aalener Rathaus eine Stelle für die Zusammenarbeit mit Vilankulo geben.
Bald könnte es im Aalener Rathaus eine Stelle für die Zusammenarbeit mit Vilankulo geben. (Foto: Vaas)
Newsdesk-Manager

Bald könnte es im Aalener Rathaus eine Stelle für die Zusammenarbeit mit Vilankulo geben. Darum und um den Besuch einer Delegation aus Mosambik zu den Reichsstädter Tagen ist es bei einem Treffen am Dienstag gegangen.

„Ich bin froh, dass wir mit eindeutiger Mehrheit unterwegs sind“, sagt Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler mit Blick auf die Entscheidung des Gemeinderats, der sich nach einiger Diskussion für eine Städtefreundschaft ausgesprochen hatte. Diese Mehrheit sei ein starkes Mandat, um die Freundschaft mit Vilankulo Schritt für Schritt auch vonseiten der Stadt voranzubringen, wie Rentschler beim Netzwerktreffen am Dienstagabend betonte. Eben auf kommunaler Seite könnte sich bald etwas tun: Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hatte Aalen bereits im Juli in Aussicht gestellt, eine Stelle zu finanzieren, die sich um die Zusammenarbeit mit Afrika kümmert. Jetzt, mit einem ratifizierten Freundschaftsvertrag in der Tasche, will die Stadt auf das Angebot zurückkommen. Es brauche aber vorerst keine volle Stelle, wie sich Rentschler und die Stadträte Claus Albrecht (Freie Wähler) und Andrea Hatam (SPD) einig sind. Zunächst genüge eine halbe Personalstelle, über die der Kultur-, Bildungs- und Finanzausschuss (KBFA) in der kommenden Woche entscheiden soll. An dieser Stelle im Rathaus könnte dann zwei Jahre lang – so lange gilt die Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die danach erneut beantragt werden muss – die Koordination für die kommunale Entwicklungspolitik zusammenlaufen, für die Rentschler mehrere Projektfördertöpfe anzapfen will.

„Europa trifft Afrika“

Zunächst jedoch steht Besuch ins Haus: Zu den Reichsstädter Tagen erwarten die Aalener eine Delegation aus Vilankulo um dessen Bürgermeister Abilio Manuel Machado. Auch der deutsche Botschafter in Mosambik, Detlef Wolter, hat sich angekündigt. Er wird am Sonntag beim Programmpunkt „Europa trifft Afrika“ um 11.45 Uhr im Rathaus auf den Marshallplan der Bundesregierung eingehen, bevor sich Rentschler mit den Partnerstädten über Aalens Engagement in Afrika austauschen will. „Vielleicht ergibt sich ja eine Zusammenarbeit, oder es entstehen in den Partnerstädten selbst eigene Projekte“, sagt der OB, der tags darauf mit Wolter Zeiss besucht, um mit den Oberkochenern neben Mapal und der Aalener Hochschule eventuell einen weiteren großen Partner für das Engagement zu gewinnen.

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