Mit Pop, Funk und Marmelade gegen Herbst-Blues

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„Color Jam“ heißt die neue Scheibe der Hofener Sängerin Verena Köder alias Lia Reyna.
(Foto: privat)
Markus Lehmann

Jetzt wird’s bunt: Pünktlich zum Start in den trüben November liefert die aus Hofen stammende Verena Köder alias Lia Reyna ihr neues Album. „Color Jam“ heißt das erste Album mit Band, das die selbstständige Pianistin, Komponistin, Texterin und Vollblutmusikerin mit ihrer herausragenden Stimme auf eigene Kosten produziert hat. Es ist ein buntes, vielschichtiges, energiegeladenes und auch emotionales Werk, das deutlich in Richtung Indie-Pop und Funk-Pop geht. Was das locker-fröhliche CD-Cover mit der Marmeladen-„Orgie“ den Fans nicht zeigt: In die 13 Songs hat die Vollblut-Musikerin jede Menge harte Arbeit und einiges an Geld investiert.

Lia Reyna erzählt: „Ich wollte mich austoben. Und auch in der Soundauswahl bin ich jedem Song gerecht geworden. Ich habe an diesem Album gearbeitet wie nie zuvor an etwas. Gerade deshalb ist es das Wertvollste an Musik, was ich im Moment besitze.“

Eine ganz besondere Band

Nachdem Lia Reyna vier Jahre unter dem Namen Reyna solo am Klavier unterwegs war, suchte sie nach Musikern im Stuttgarter Umkreis, die sich in ihrem Stilmix aus Indie-Pop, Funk und Soul genauso wohl fühlen wie sie. So entstand 2014 eine ganz besondere Band-Konstellation: eine stimmgewaltige, vielseitige Frontfrau, eine Drummerin, die außergewöhnliche Beats auf ihrem Set umsetzt, eine Violinistin, die zusätzlich Synthie- und Orgelklänge beisteuert, ein Gitarrist, der mit verschiedenen Effekten bunte Nuancen setzt, und ein Bassist, der an seinem Instrument ebenso experimentierfreudig agiert. Auch spezielle akustische Instrumente wie Melodica oder Vibraslap, perfekt gepaart mit elektronischen und gesampelten Klängen, bieten dem Gesang von Lia Reyna eine besondere Basis. „Die Liebe zum Klang der englischen Sprache hat mich nie losgelassen“, erzählt die Sängerin, „und meine Songtexte dürfen gerne auch mal im ersten Moment ein Rätsel für den Zuhörer sein, damit er die Lösung umso mehr feiert.“

„Firefly“ etwa erzählt die Geschichte eines eigenen Glühwürmchens und ist entstanden, weil die Violinistin der Band entzückt die Glühwürmchen im Garten der Sängerin entdeckte und sich einen Song über Glühwürmchen wünschte. Der Song „Sweep“ drückt die Lust nach Spaß und Begeisterung – sich „von den Socken“ reißen zu lassen – aus, nicht zuletzt durch Trompetensätze und einen exzentrischen Gesangsstil.

„Nichts Schöneres als Musik“

Was bedeutet Musik für Reyna? „Es gibt für mich nichts Schöneres, als auf der Bühne zu stehen und etwas von den Fans zurückzubekommen. Das ist einfach Mega-Spaß.“ Vielleicht sieht man sie 2016 auch wieder auf einer Bühne in und um Aalen, in der Winterpause will sie sich „ins Booking reinstürzen“. Sie ist eben ein Energiebündel.

„Color Jam“ ist ab Sonntag, 1. November, unter www.lia-reyna.com erhältlich. Als „anonymen“ Download oder als mp3 wollte sie das Album nicht unter die Fans bringen. Es ist für sie ein Gesamtkonzept „zum Anfassen“ mit buntem Cover und Hülle, die von oben wie ein Marmeladenglas aussieht. Wer auf einem ihrer Konzerte die neue CD kauft, bekommt übrigens ein Glas Marmelade geschenkt. Und das lässt sich eben noch nicht runterladen.

Mehr über Lia Reyna gibt es bei facebook.com/band.liareyna und youtube.lia-reyna.com

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