Mit großem Kämpferherz

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Zeigten wieder einmal eine starke Leistung: Die Ellwanger Sportler vom Dukes-Gym.
Zeigten wieder einmal eine starke Leistung: Die Ellwanger Sportler vom Dukes-Gym. (Foto: Dukes)
Aalener Nachrichten

Das Wettkämpferteam des Duke’s Gym Sportstudio Neumeier nahm im März in Winterbach an der offenen Baden-Württembergischen Meisterschaft der WKU teil. Gleich eine Woche später startete der Nachwuchs des Ellwanger Erfolgsteams auf dem WKU-Newcomer-Turnier in Öhringen. Beide Teams wurden begleitet von der siebenfachen Weltmeisterin, Pädagogin und Trainerin Sarah Köder.

Gleich als erstes ging Köders Lebensgefährte Daniel Neumeier in der Kategorie Leichtkontakt -70 Kilogramm (kg) an den Start. Die zuvor erarbeitete Kampftaktik ging voll auf und Neumeier punktete durch deutliche Treffer, dominierte seine Kämpfe über die komplette Kampfzeit und gewann somit den ersten Platz. Alexander Funk startete in der offenen Gewichtsklasse der Herren im Leichtkontakt. Er ließ sich nicht durch die Erscheinung seines deutlich größeren Kontrahenten beeindrucken. Durch geschicktes Pendeln des Oberkörpers gelang es Funk, der Vielzahl der Schläge seines Gegners zu entgehen. Kontinuierlich bearbeitete Funk diesen mit Schlagkombinationen und kämpfte sich mit seinem großen Kämpferherz bis zum Sieg. Aus gesundheitlichen Gründen musste Funk das Turnier nach diesem Kampf beenden. Tom Winterer kämpfte als einziger Duke in der Kategorie Kick Light. Hier sind auch Kicks zum Oberschenkel erlaubt. Er kam bisViertelfinale. Hier unterlag Winterer seinem österreichischen Kontrahenten nur knapp nach Punkten.

Bei den Kindern kämpften Leon Mai (11) und Ayman Taher (10). Beide kämpften technisch sauber und setzten ihre Stärken gekonnt ein. Leon und Ayman kämpften sich beide erfolgreich durch ihre Vorkämpfe. Im Viertelfinale unterlag Mai in seiner Gewichtsklasse (-35kg) dann seinem Kontrahenten in der Verlängerung ganz knapp nach Punkten. Ayman traf im Viertelfinale der Klasse -40kg auf den amtierenden Vizeweltmeister in dieser Kategorie. Er stellte sich der Herausforderung, aber nach kurzer Zeit zeigte sich die klare Dominanz des erfahrenen Kontrahenten und Köder nahm Ayman aus dem Kampf. „Die persönliche und sportliche Weiterentwicklung unserer Wettkämpfer steht im Vordergrund. Die Sportler sollen nicht verheizt werden, sondern Spaß am Sport haben“, erläutert Köder.

Michele Pellegrino, der erst vor einem halben Jahr wieder ins Training eingestiegen ist, absolvierte einen Doppelstart und kämpfte sowohl im Leichtkontakt als auch im Pointfighting in der Altersklasse ab 45 Jahren in der Gewichtsklasse +80 kg. Nach insgesamt vier Kämpfen erreichte er einen vierten und einen zweiten Platz. Im stolzen Alter von 47 Jahren zeigte der Duke-Senior und frische gebackene Baden-Württembergische Vizemeister, dass man durch entsprechendes Training auch im fortgeschrittenen Alter noch gesund und fit sein kann. Die kleinen Nachwuchs-Kämpfer David Körner und Levent Steinhauer (beide sieben Jahre jung) stellten sich gleich eine Woche darauf ihren ersten Wettkämpfen in Öhringen.

Steinhauer holt sich den ersten Platz

Beide starteten in derselben Kategorie Leichtkontakt -130 Zentimeter. Körner ging als erster an den Start. Er kämpfte konzentriert und arbeitete aus einer sauberen Deckung heraus. Er kombinierte Schlag- und Kicktechniken wie trainiert und setzte klare und saubere Treffer. Vor allem mit seinen starken Fausttechniken setzte er seinem Gegner zu, sodass der Kampf sogar unterbrochen werden musste. Am Ende gab es dennoch einen knappen Punktsieg für den Gegner. Steinhauers erster Kampf dauerte nicht einmal eine halbe Minute - dann gab sein Gegner auf. Wie im ersten Kampf begonnen, setzte er seine hohe Schlag- und Kickfrequenz fort.

Permanent setzte er auch seinen zweiten Gegner unter Druck und zwang ihn in die Defensive. Im Finale traf er auf einen sehr starken Kämpfer. Geschickte Ausweichmanöver ließen den Finalgegner immer wieder ins Leere laufen. Zusätzlich stoppte Steinhauer durch Front- und Sidekicks zum Körper stoppte den Vorwärtsmarsch. In den letzten 30 Sekunden bewies er die bessere Ausdauer und erhöhte noch einmal den Druck und die Schlagfrequenz. Er erreichte somit den ersten Platz.

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