Mit bunten Krawatten Gutes tun

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 Mit bunten Ansteckkrawatten wollen verschiedene Initiativen und das Aalener Stadttheaters ein Zeichen für eine friedliche und o
Mit bunten Ansteckkrawatten wollen verschiedene Initiativen und das Aalener Stadttheaters ein Zeichen für eine friedliche und offene Gesellschaft setzen. Am Samstagmittag wurde die Aktion im Rathausfoyer vorgestellt. Unser Bild zeigt in der Mitte Tina Brüggemann und Dekan Ralf Drescher. (Foto: Ansgar König)

Für 2,50 Euro etwas Gutes für die Vielfalt in der Stadt Aalen tun? Seit Samstag kein Problem. Gemeinsam mit anderen Initiativen hat das Theater der Stadt Aalen ansteckbare Mini-Krawatten in den Regenbogenfarben vorgestellt, die ab sofort an der Theaterkasse im Alten Rathaus zu erwerben sind. Die Krawatten sollen zeigen, wie vielfältig, weltoffen und bunt Aalen ist.

„Wir haben die Idee zwar angestoßen“, sagte Tina Brüggemann bei der Vorstellung am Samstagmittag im Rathaus, „aber es ist trotzdem eine gemeinsame Idee.“ Knut Frank von der „Kulturküche“, Rüdiger Walter und Herma Geiss von „Attac“ und „Gegen Vergessen“ unterstützen mit ihren Initiativen die Aktion, die das ganze Jahr über geht, aktiv. Man wolle ein Zeichen setzen gegen die „Verrohung der Sprache, der Bilder und der Gesellschaft“, sagte Herma Geiss, die nochmals auf einen Vortrag des Historikers und Rechtsextremismusforschers Helmut Kellershohn vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung am Montag, 14. Januar, um 19 Uhr im Torhaus hinwies. Kellershohn referiert zum Thema „Extremismus in der Mitte“.

Ralf Drescher, Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Aalen, maß der Aktion angesichts der vielen Wahlen und der ???? eine besondere Bedeutung zu. Die Regenbogenfarben stünden schließlich seit vielen Jahren für den Frieden. Die Idee passe ganz hervorragend zur Jahreslosung „Suche den Frieden und jage ihm nach“. Und Uta-Maria Steybe, bei der Stadt unter anderem für Chancengleichheit und Integration zuständig, freute sich: „Die Farben fassen meine Aufgaben ganz gut zusammen.“

Demokratie brauche Arbeit, Initiative und Ausdauer, meinte Brüggemann abschließend: „Wir suchen möglichst viele Komplizen und verkaufen die Krawatten zum Selbstkostenpreis, wir verdienen nichts – wollen wir auch gar nicht.“

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