Mit 120 Prozent gegen die Torgefahr

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Wird anstrengend für Timo Kamm und den SVW.
Wird anstrengend für Timo Kamm und den SVW. (Foto: Peter Schlipf)
Sportredakteur/DigitAalen

Beim Blick über den Kader stolpert man unweigerlich über einen Namen. Kevin Ruiz (26) ist in Aalen kein Unbekannter. „Die haben schon Qualität“, sagt Harald Drabek nicht nur wegen dem Ex-Spielers des VfR Aalen. Die, das sind Türk Spor Neu-Ulm, der erste Gegner in der Relegation zum Aufstieg in die Fußball-Landesliga für Drabek und seinen SV Waldhausen an diesem Mittwoch um 18 Uhr in Ulm.

Der Spielleiter weiß bei dem Konkurrenten im ersten Entscheidungspiel um eine spielstarke Mannschaft - aus der 18-Tore-Mittelfeldmann Ruiz heraussticht. Die personifizierte Torgefahr des Gegners hatte in der abgelaufenen Runde in der Bezirksliga Donau/Iller ihren Anteil am besten Sturm der Liga mit 102 Treffern. Türk Spor belegte nur mit einem Punkt hinter dem Lokalrivalen TSV Neu-Ulm den zweiten Tabellenplatz. Den hat auch Waldhausen erreicht, auch wenn sie schon Erster waren. Doch der FV Sontheim/Brenz hat das Rennen um die Meisterschaft in der Bezirksliga Kocher/Rems gemacht und deshalb muss der SVW in die Relegation. Da der Modus „sehr schwer“ ist, wie Drabek zurecht anmerkt, wollen die Kicker aus dem Aalener Stadtteil „alles raushausen“ in Spiel eins.

Zwei Gegner folgen

Nach der ersten Partie würde Waldhausen um Trainer Jens Rohsgoderer am Samstag zunächst auf den Sieger der Bezirke Stuttgart (Türkspor Stuttgart)/Neckar/Fils (TSV Oberensingen) treffen ehe der Endgegner am Sonntag 24. Juni wartet: Der Landesligist TSV Köngen.

Landesliga, das wäre schon was für die junge Mannschaft aus Waldhausen (Altersdurchschnitt 23,5 Jahre), die hat schließlich eine „super Saison gespielt“, wie der Spielleiter findet. So eine Relegation zu spielen, auch wenn der erste Platz verpasst wurde, ist ja eine Chance und die will der SVW nutzen. „Wir gehen hochmotiviert in das Spiel und müssen 120 Prozent bei der Sache sein“, macht Drabek klar.

Ein Trumpf im Duell mit den Neu-Ulmern könnten die starke Abwehr der Aalener sein. Sie kristallisierte sich mit nur 26 Gegentreffern als die Beste in der Bezirksliga heraus, da ist eine Bewährungsprobe gegen den besten Angriff irgendwie folgerichtig. Für die Partie gilt wieder: „Wir müssen gut stehen“ - denn so einer wie Ruiz, der nach seinem Ende beim VfR vor vier Jahren in Memmingen und Nöttingen noch höherklassige spielte und dann über den TSV Neu-Ulm zur Türk Spor wechselte weiß, wie man Lücken ausnutzt.

Die Neu-Ulmer haben vielleicht nicht nur den Unterschiedspieler namens Ruiz, sondern auch einen Vorteil. Für sie ist es praktisch ein Heimspiel - sie hatten einfach Glück, dass der württembergische Fußballverband diese Partie ins benachbarte Ulm ansetzte. „Für uns ist es ein Auswärtsspiel“, bedauert Drabek. Doch das geht Waldhausen als solches an. Um 15 Uhr rollt der Bus gen Sportanlage des VfL Ulm/Neu-Ulm an den Georg-Elser-Weg in Ulm-Böfingen. „Wir fahren gut vorbereitet da hoch“, sagt der Spielleiter. Ruiz und Co. können kommen.

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