Mirko Doll geht in seine sechste Saison bei der TSGV

Bleibt: Mirko Doll.
Bleibt: Mirko Doll. (Foto: Eduard Kessler)
Aalener Nachrichten

Beim Fußball-Landesligisten TSGV Waldstetten plant man trotz der allgemein ungewissen Lage für die Zukunft. Und eine ganz wichtige Personalie haben die Verantwortlichen des TSGV nun in trockene Tücher gebracht: Trainer Mirko Doll hat seinen Kontrakt um ein weiteres Jahr, bis 2022, verlängert und wird damit in der kommenden Saison in seine bereits sechste bei den Waldstettern gehen.

In der Saison 2016/2017 hatte Doll die Mannschaft vom Stadion „Auf der Höhe“ übernommen. Im Jahr zuvor hatten die Löwen knapp den Abstieg aus der Landesliga verhindern können. Nach der Übernahme Dolls erreichten die Waldstetter bereits in dessen Premierensaison den siebten Rang. In der Saison 2017/2018 dann wurden die Waldstetter Vizemeister, scheiterten letztlich in der Relegation am Aufstieg zur Verbandsliga. Nach dieser Vizemeisterschaft wurde der TSGV Vierter, in der vergangenen Abbruchsaison ist man ob des etwas zu geringen Koeffizienten nur knapp am Aufstieg in die Verbandsliga gescheitert. Der eingeschlagene Weg Dolls ging somit fast stetig nach oben. Seitens des Vereins also gab es keinerlei Gründe, nicht mit Doll weiter arbeiten zu wollen. „Unsere Sportliche Leitung als auch ich haben in der Kaderplanung und natürlich auch auf der Position des Trainers ausdrücklich Wert auf Kontinuität gelegt. Mirko ist sowohl im fachlichen als auch im menschlichen Bereich über alle Zweifel erhaben. Er steht für die sportliche Weiterentwicklung vieler Spieler“, lobt TSGV-Abteilungsleiter Klaus Schmid die Arbeit Dolls. Wie auch immer es weitergehen mag in dieser und in der kommenden Saison: Doll bleibt der Oberlöwe. „Ich fühle mich sehr wohl im Verein und es macht mir nach wie vor unheimlich viel Spaß, beim TSGV zu arbeiten. Nach fünf Jahren wägt man durchaus auch einmal ab, ob man die Menschen noch erreichen kann. Ich aber kann sagen, dass ich mich nach wie vor freue, wenn ich ins Training fahre und ich glaube auch, dass die Spieler sich noch freuen, mich zu sehen. Die Gespräche bezüglich der Verlängerung haben echt nicht lange gedauert“, so Doll schmunzelnd.

Seine Spieler sieht Doll derzeit nur noch via App einmal in der Woche. Die Spieler machen in diesem Rahmen dann eine Kraftübungseinheit. In den vergangenen Wochen hat die Einheiten häufiger Schlussmann Max Helmli übernommen. „Er ist auch A-Jugendtrainer und hat die Einheiten wirklich toll durchgezogen. Das war durchaus anstrengend für die Jungs“, lobt Doll seinen Torwart. Ebenfalls über eine App kontrollieren die Waldstetter außerdem, wie viele Kilometer sie in der fußballfreien Zeit abspulen, den Trainingsplänen müssen sie nach wie vor Folge leisten. Ob der Länge des Lockdowns und der damit einhergehenden freien Zeit der Fußballer merkt man aktuell aber einen Motivationsabfall. „Das ist doch normal. Die Jungs können nur laufen, mal abgesehen von den Kräftigungseinheiten. Bei dieser Witterung können sie nicht einmal mit dem Rad fahren und ein Ziel ist aktuell auch nicht in Sicht, dazu wird es früh dunkel. Ich kann das absolut nachvollziehen“, stellt sich Doll vor seine Spieler.

Markus Diezi, Sportlicher Leiter des TSGV, ist froh, mit Doll weiter arbeiten zu können, hat die Gespräche gemeinsam mit Teammanager Edgar Fischer geführt. Beide schätzen ihn neben seiner sportlichen Expertise auch menschlich sehr. „Wir mussten gar nicht überlegen, ob wir mit Mirko verlängern möchten. Es ging nur um das ´Wann´“, so Diezi schmunzelnd. „Er passt einfach perfekt zum TSGV, ich kenne keinen im Verein, der nicht mit der Personalie Doll einverstanden wäre“, sagt Diezi über seinen Übungsleiter.

Das ´Wann´ haben sie im Verein nun beantwortet. Schmid pflichtet Diezi bei: „Es war der Wunsch aller Verantwortlichen, Mirko in Waldstetten zu halten und mit ihm den bisher so erfolgreichen Weg weiter zu gehen.“ Wann dieser Weg weiter beschritten werden kann, das steht derzeit noch in den Sternen. Wie er weiter beschritten wird, das ist nun aber bereits wesentlich klarer geworden.

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