Mehr Blumen in Aalen für Wildbiene und Co.

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 Aussaattermin vor dem Rathaus an der Stuttgarter Straße: Die Stadt verteilt ab jetzt Heimische Wildblumenmischungen für mehr Ar
Aussaattermin vor dem Rathaus an der Stuttgarter Straße: Die Stadt verteilt ab jetzt Heimische Wildblumenmischungen für mehr Artenschutz und gegen das Insektensterben. (Foto: Markus Lehmann)
Freier Mitarbeiter

Die große Kreisstadt soll blühen. Ganz wörtlich. Mit einer Wildblumenaktion will die Stadt einen Beitrag gegen das Insektensterben und für Artenschutz leisten und ein Zeichen setzen, das auch noch schön aussieht. Am Dienstagnachmittag stellten der OB, der Erste Bürgermeister und das Grünflächen- und Umweltamt die Aktion und die Tütchen mit der Wildblumen-Mischung „Bunter Saum“ vor.

Die ersten kleinen „Gärtner“ haben sie schon vor dem Rathaus an der Stuttgarter Straße ausgesät. Jetzt sollen die Bürger dem Beispiel folgen. Die Stadt hat bereits etliche solcher Grünstreifen in der Stadt selber und in den Stadtbezirken angelegt.

Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem Artenschutzprogramm. Das hatte, erinnerte Thilo Rentschler, einstimmig und schon im Juli 2018 beschlossen. Zu einem Zeitpunkt also, als das Thema Artenschutz und Insektensterben noch kein so „raumgreifendes Thema wie aktuell“ war. 5000 Tüten mit einer Mischung aus einheimischen Blumen verteilt die Stadt.

An Gemeinderäte, Kindergärten, Ortsvorsteher, interessierte Bürger, die eine Fläche kennen, die einen Blumensaum gut vertragen könnte, um Bienen, Wildbienen und andere nützliche Insekten anzulocken. Die Aktion ist für Rentschler ein „starkes Zeichen“ für den Artenschutz. Die Stadt tue aber noch einiges mehr. Sie beteilige sich etwa bei der weltweiten „100-Millionen-Bäume“-Aktion, jüngst am Wochenende in Unterkochen.

Es gibt die Energieeinsparungsoffensive an acht Schulen, mit der in den vergangenen drei Jahren Energiekosten in Höhe von rund 100 000 Euro eingespart wurden. Das, so Rentschler, sei eine „enorme Leistung.“ Und es gibt den „Grünen Aal“ (Umweltmanagement für Schule).

Die Stadt hat bereits grüne Zonen angelegt. Beispielsweise 3000 Quadratmeter auf dem St-Johann-Friedhof. Momentan, so Robert Jenewein (Grünflächen- und Umweltamt) werden 400 Bäume in den besonders artenreichen Streuobstwiesen geschnitten und gepflegt.

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