Martinskirche wird provisorische Kita

Lesedauer: 3 Min

Bis die aufgegebene Martinskirche im Pelzwasen endgültig abgerissen wird, soll sie noch als provisorische Kita „Purzelbaum“ die
Bis die aufgegebene Martinskirche im Pelzwasen endgültig abgerissen wird, soll sie noch als provisorische Kita „Purzelbaum“ dienen. (Foto: Archiv)

Für ihre Kita „Purzelbaum“ im Pelzwasen will die evangelische Kirchengemeinde Aalen einen Neubau erstellen. Bis der allerdings fertig ist, soll die Kita nach Abriss des jetzigen Gebäudes interimsweise in der ebenfalls zum Abriss bestimmten Martinskirche betrieben werden, die dafür umgebaut werden muss. An beiden Maßnahmen will sich die Stadt mit dem üblichen 70-prozentigen Baukostenzuschuss beteiligen.

Mit dem Thema hat sich der Kultur-, Bildungs- und Finanzausschuss des Gemeinderats beschäftigt. Demnach stellt die Stadt der Kirchengemeinde in Aussicht, für den Neubau der Kita „Purzelbaum“ von ihr 1,61 der 2,39 Millionen Euro an Gesamtkosten zu erhalten. Der Umbau der aufgegebenen Martinskirche in eine provisorische Kita soll 101 000 Euro kosten, die Stadt will davon gut 70 000 Euro übernehmen.

Der Bau der neuen dreigruppigen Kita „Purzelbaum“ soll im Zeitraum von März 2019 bis September 2020 erfolgen. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit soll die neue Kita dann im Herbst 2020 in Betrieb gehen. An die neue Kita will die Wohnungsbau Aalen, die das Gelände der Martinskirche überbauen wird, einen Mehrzweckraum mit rund 100 Quadratmetern Fläche anbauen. Ihn wird wiederum die evangelische Kirchengemeinde anmieten und als Gemeinderaum und als Turnraum für die Kita nutzen. Die Gemeinde kann ihn aber auch anderen Nutzern wie etwa der Siedlergemeinschaft Pelzwasen mietweise überlassen. Die Siedlergemeinschaft selbst erhält in dem Gebäude ein Büro.

Diese Zusammenhänge dürften mit ein Grund gewesen sein, dass etliche Pelzwasen-Bewohner in der Sitzung des Ausschusses als Zuhörer anwesend waren. Um den Mehrzweckraum und die Möglichkeiten für die Siedlergemeinschaft ist es in dem Tagesordnungspunkt allerdings gar nicht gegangen. Der Ausschuss hatte lediglich dem Gemeinderat zu empfehlen, dem 70-prozentigen Baukostenzuschuss für Kita-Neubau und Umbau der Martinskirche zuzustimmen. Was er am Ende auch tat.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen