Markus Knoblauch wird Bürgermeister

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Wahlsieger Markus Knoblauch (rechts) hat die Glückwünsche von Westhausens bisherigem Bürgermeister Herbert Witzany entgegengeno
Wahlsieger Markus Knoblauch (rechts) hat die Glückwünsche von Westhausens bisherigem Bürgermeister Herbert Witzany entgegengenommen. Im Hintergrund der unterlegene Kandidat Michael Kieninger. (Foto: Bernhard Hampp)
Schwäbische Zeitung
Redakteur Bopfingen-Ries

Markus Knoblauch heißt der künftige Bürgermeister von Westhausen. Bei der Wahl am Sonntag erhielt der bisherige Hauptamtsleiter der Gemeinde Westhausen, der in Röttingen wohnt, 2001 Stimmen – das sind 70,68 Prozent. Sein Mitbewerber Michael Kieninger, Jurist aus Schwäbisch Hall, bekam 818 Stimmen – 28,89 Prozent. Knoblauch wird damit Nachfolger des jetzigen Bürgermeisters Herbert Witzany, dessen Amtszeit nach 32 Jahren am 14. Februar 2018 endet.

Die Wahlbeteiligung lag bei 57,27 Prozent. Im Detail bekam Knoblauch im Bezirk Westhausen I (Pfarrstadel) 391 Stimmen, in Westhausen II (Bürgersaal) 462 Stimmen, in Reichenbach 345 Stimmen, in Westerhofen 183 Stimmen, in Lippach 324 Stimmen und von den Briefwählern 296 Stimmen. Auf Kieninger entfielen in Westhausen I 169 Stimmen, in Westhausen II 168 Stimmen, in Reichenbach 226 Stimmen, in Westerhofen 35 Stimmen, in Lippach 111 Stimmen und bei den Briefwählern 109 Stimmen.

In der Westhausener Turn- und Festhalle, wo der Musikverein Westhausen zur offiziellen Bekanntgabe des Ergebnisses aufspielte, gratulierte der unterlegene Kieninger seinem Mitbewerber Knoblauch als erstes. Noch-Bürgermeister Herbert Witzany würdigte beide Kandidaten: „Die Bürgerinnen und Bürger hatten die Wahl zwischen zwei Bewerbern mit fundierter Ausbildung“, so Witzany, der Knoblauch herzlich beglückwünschte. „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, sagte er im Bezug auf die eigene Amtszeit, die am 14. Februar, dem Aschermittwoch endete.

„Jetzt weiß ich nicht, was ich sagen soll“

Wahlsieger Markus Knoblauch zeigte sich sichtlich ergriffen: „Ich habe mir lange überlegt, was ich sagen soll, wenn es klappt oder nicht“, sagte er vor einer großen Schar von Gratulanten und fügte hinzu: „Jetzt hat es geklappt, und ich ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll.“ Er berichtete von einem intensiven Wahlkampf, während welchem er sechs Kilo abgenommen habe: „Wer abspecken will, dem kann ich nur einen Bürgermeisterwahlkampf empfehlen“, scherzte er. Er versprach, den Vertrauensvorschuss von mehr als 70 Prozent der Stimmen zurückzugeben und die Gemeinde Westhausen „nach vorne zu bringen“. „Auch die restlichen 30 Prozent“, so Knoblauch, „werde ich dazu bringen, mich hoffentlich in acht Jahren wiederzuwählen“.

Stellvertretend für die 42 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Ostalbkreis, von denen viele in der Turn- und Festhalle anwesend waren, gratulierte Ellenbergs Schultes Rainer Knecht als Vertreter der Kreisabteilung des Gemeindetags: „70 Prozent sind ein tolles Fundament und sie haben sich mit Westhausen eine interessante Gemeinde ausgesucht – wir freuen uns auf Sie“, sagte er an die Adresse Knoblauchs.

„Die Bürger haben Geschmack bewiesen und Knoblauch gewählt“, sagte Jagstzells Bürgermeister Raimund Müller, der für den Ellwanger Bürgermeistersprengel sprach. „Man wird nicht daran gemessen, ob man den Spuren des Vorgängers folgt, sondern ob man eigene Spuren hinterlässt“, gab er dem designierten Westhausener Bürgermeister mit auf den Weg.

Markus Knoblauch ist in Ellwangen geboren, 43 Jahre alt, seit 1997 mit seiner Frau Rose verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von zwölf und acht Jahren. Er wohnt in Röttingen und ist seit 2000 bei der Gemeindeverwaltung Westhausen im dortigen Hauptamt tätig, das er momentan leitet.

Außer Knoblauch und Kieninger hatte sich kurzzeitig auch Andreas Rief aus Westhausen, Erster Beigeordneter der Stadt Bopfingen, um das Amt beworben. Dieser hatte die Kandidatur jedoch wieder zurückgezogen.

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