„Luft nach oben“ begeistert mit großem Repertoire

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 Die Freude am Musizieren war bei dem Benefizkonzert von „Luft nach oben“ deutlich zu spüren.
Die Freude am Musizieren war bei dem Benefizkonzert von „Luft nach oben“ deutlich zu spüren. (Foto: Edwin Hügler)

Sie spielen zum Lobe Gottes, erfreuen aber auch die Gläubigen und haben ein breitgefächertes Repertoire: Das Blechbläserensemble „Luft nach oben“. Bei einem Benefizkonzert zugunsten des Maja-Fischer-Hospizes in Ebnat hat die achtköpfige Gruppe unter der Leitung von Timo Gneipelt in der Pfarrkirche ihr Können demonstriert.

Ganz im Gegensatz zu ihrem Namen ist in musikalischer Hinsicht bei dem Ensemble nicht mehr viel Luft nach oben: Die Musikerinnen und Musiker überzeugten mit feiner Intonation, guter Harmonie und mit großem Einfühlungsvermögen in den jeweiligen Charakter der Kompositionen. Wer in der Fastenzeit traurige Passionsmusik erwartet hatte, sah sich getäuscht. Das Repertoire von „Luft nach oben“ reichte von Rumba, über Jazz und Klezmermusik bis hin zu Chorälen. Die Freude am Musizieren war von der ersten bis zur letzten Minute deutlich zu spüren.

Der evangelische Schuldekan Harry Jungbauer führte mit einfühlsamen Worten durch das Programm und bereicherte das Konzert mit Lesungen.

Zum Auftakt bekamen die Besucher eine lebendige „Allemanda“ von Antonio Vivaldi zu hören. Einen ähnlichen Charakter hatte dann das „Allegro man non troppo“. Tänzerische Akzente setzte das Ensemble mit der kubanischen „Rumba del Camino“. Es folgte die von einer heiteren Grundstimmung getragene Jazzkomposition „Black Bottom Stomp“, bevor der „Raining Afternoon“ musikalisch zu einem besinnlichen und ruhigen Nachmittag einlud.Die Melodie „Der Frieden gibt in den Höhn“ im Klezmerstil brachte zum Ausdruck, dass der Frieden nicht selbstverständlich, sondern ein Geschenk Gottes ist.

Ganz in ihrem Element waren die Musiker bei den Chorälen. Ob beim brasilianisch inspirierten „Leben aus der Quelle“ oder bei „Herz und Herz vereint“ und bei „Befiel du deine Wege“- im frischen, lebendigen Sound kam der trostreiche, ermutigende Charakter dieser Musik treffend zum Ausdruck.

Nachdem sich die ehrenamtliche Hospizhelferin Barbara Fischer-Aupperle beim Publikum und beim Ensemble bedankt hatte, verabschiedete sich „Luft nach oben“ mit „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“. Dem ist nicht hin zuzufügen.

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