Locker-flockiger Groove in der Stadthalle

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Die Schülerinnen und Schüler des Kopernikus-Gymnasiums haben die Besucher in der Stadthalle mit ihren Beiträgen mitgerissen.
Die Schülerinnen und Schüler des Kopernikus-Gymnasiums haben die Besucher in der Stadthalle mit ihren Beiträgen mitgerissen. (Foto: Peter Schlipf)
Gerhard Krehlik

Beim traditionellen Sommerkonzert am Dienstagabend in der voll besetzten Stadthalle haben sich die verschiedenen Chöre und Orchester des Kopernikus Gymnasiums Wasseralfingen (KGW) in ausgezeichneter Verfassung präsentiert. In den verschiedenen Chören und Ensembles wird auf einem Niveau gesungen und musiziert, das an einer Schule nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Herausragende Beispiele sind dafür der Kammerchor unter der Leitung von Thomas Baur und die Bigband mit ihrem Chef Hans-Jörg Beiderwellen-Fuchs. Im Kammerchor, der das Programm des Sommerkonzerts eröffnet hat, singen rund 50 Schülerinnen und Schüler, wobei der Anteil der Jungen erfreulich hoch ist.

Der Chor begeisterte mit modern und betont rhythmisch arrangierten Kantaten und Gospelsongs wie etwa „Jubilate Deo“, „Cantate Dominum“ oder „Battle of Jericho“. Dabei wurde vorbildlich artikuliert und ausgesprochen intonationssicher gesungen. Für den Rhythmus in den a capella Arrangements sorgten die jungen Sängerinnen und Sängern dabei selbst durch temperamentvolles Klatschen.

Am anderen Ende des Programms präsentierte sich die Bigband des KGW unter der Leitung von Hans- Jörg Beiderwellen-Fuchs, musikalisch gut aufgelegt und mit locker-flockigem Groove. Souveräne Soli von Trompete und Saxofon wie etwa bei „Copacabana“ und die junge, interessante Stimme von Annabell Fuchs in „What a wonderful world“ wurden mit viel Beifall aus dem Saal gefeiert.

Ausflug in die Welt der Popmusik

Zwischen diesen beiden musikalischen Eckpunkten im Programm musizierte das mit Bläsern, Cello und Keyboard gemischt besetzte Orchester der Klassen 6 und 7 sehr engagiert bei einem Arrangement und einer eigenen Komposition der Dirigentin Julia Hahn.

Der Chor der Klassen 8 bis 12 unter der Leitung von Margit Lang unternahm einen flotten und stimmungsvollen Ausflug in die Welt der Popmusik mit den Hits „Halleluja“ von Leonard Cohen, „All of me“ von John Stephens und dem Abba-Song „Money, money, money“.

Auf einem ganz anderen musikalischen Terrain bewegte sich das Kammerorchester unter der Leitung von Alexander Rube. In der Titelmelodie aus dem Film „Schindlers Liste“ überzeugten Antonia Carola und Lena Dolmetsch mit ausdrucksvollem Spiel auf den Solo Violinen und in „Pezzo capriccioso“ spielte Amelie Brune mit wunderschönem, kraftvollen Ton und virtuoser, spektakulärer Technik die Solopartie auf dem Cello. Zum Schluss versammelten sich dann alle Ensembles bei „Songs for Sanctuary“ von Karl Jenkins noch einmal auf der Bühne.

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