Für Felix Gruber (links) und Co. geht es zur Sache.
Für Felix Gruber (links) und Co. geht es zur Sache. (Foto: Archiv: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

Zwei Drittel der Saison sind vorbei. Und die Sportfreunde Dorfmerkingen haben sich an der Tabellenspitze eingenistet. Nach Ostern beginnen die entscheidenden Wochen in der Fußball-Verbandsliga. Das letzte Drittel der bisher so erfolgreichen Spielzeit für die Sportfreunde wird mit einem Spitzenspiel eingeläutet. Die Dorfmerkinger bekommen es im ersten von zehn verbleibenden Partien mit einem Herausforderer zu tun und das in einem Ostalb-Derby: Der 1. FC Normannia Gmünd reist an und steht an diesem Samstag um 15.30 Uhr als ein harter Gegner gegenüber.

Die Gmünder gelten als einer der weiteren Kandidaten auf den Oberliga-Aufstieg, zählen als Dritter derzeit sieben Rückstand auf den Spitzenreiter. Sportfreunde-Trainer Helmut Dietterle hatte das Top-Spiel schon vor drei Wochen, nach dem 1:1 gegen den weiteren Verfolger Hollenbach, im Blick. Er weiß um die Stärken der Gmünder, und nicht zuletzt kennt er den Verein, wo er selbst mal als Coach fungierte - in der Oberliga.

Das ist eine alte Geschichte. Es zählt das hier und jetzt - und das hat es mit zwei Derbys, erst Gmünd und dann beim TSV Essingen, in sich. Die Rückrunde der Dorfmerkinger verläuft mit Aufs und Abs, zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage lassen die Härtsfelder in der Rückrunden-Tabelle nicht ganz so gut da stehen (4.), wie sie im Gesamtklassement positioniert sind.

Nach besagtem Unentschieden gegen Hollenbach folgte ein Remis in Pfullingen und jüngst der 2:1-Sieg in Albstadt - der zweite aus fünf Spielen nach dem 3:0-Auftakt gegen Schwäbisch Hall. Der Erfolg in Albstadt, bei der bislang besten Mannschaft der Rückrunde, könnte für das Duell gegen die Normannen die richtige Grundlage sein - denn Gmünd kommt gleich dahinter und will auf dem Härtsfeld seine Chance ergreifen, dem bestens positionierten Gastgeber näher zu kommen.

Der Rasen und des Gegners Klasse

Von Vorteil könnte für die Sportfreunde im Heimspiel sein, dass es endlich mal wieder auf richtigen Rasen zu Sache geht. Auf diesem Terrain fühlt sich das Dietterle-Team wohler. Der Trainer merkte schon an, dass seine Auswahl ihr Spiel besser aufziehen kann, wenn es nicht auf Kunstrasen geht. Dass Dietterles Kollektiv beim Spiel nach vorne die Defensive nicht vernachlässigen wird, ist mit Blick auf die Daten des Gegners klar: Normannia hat es besonders offensiv in den fünf Partien nach der Winterpause gut hinbekommen und verfügt in Andreas „Bobo“ Mayer über einen starken Individualisten - und zugleich besten Torschützen der Gmünder. Der 37-Jährige Ex-Profi verlängerte seinen Vertrag - um zwei Jahre.

Im letzten Drittel der Saison kommt es auch auf individuelle Stärken der Kontrahenten an - Bundesliga und Champions League lassen grüßen. Im Lokal-Duell will freilich jeder Spieler glänzen - und das bei Dorfmerkingen etwa der einstige Profi Fabian Weiß (26) den Unterschied ausmachen kann, wissen sie in Gmünd auch. Wer oder was letztlich den Unterschied macht? Das bleibt eine Frage, die nach diesem besonderen Spiel beantwortet sein dürfte.

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