Leidenschaftliche Werke

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Aalener Nachrichten

Das Aalener Sinfonieorchester besteht aus engagierten Laien sowie Berufsmusikern und Schülern der Musikschule Aalen. Dirigent ist seit September 2018 Peter Goller. Infos: www.aalener-sinfonieorchester.de

Das Sommerkonzert des Aalener Sinfonieorchesters am Sonntag, 7. Juli, steht ganz im Zeichen beeindruckender Filmmusik und großer romantischer Orchesterwerke. Das Publikum kann sich auf ein besonderes Klangerlebnis freuen, denn die Musiker des jungen Kammerorchesters Aalen unterstützen diesmal die Aalener Sinfoniker. Das Konzert in der Aalener Stadthalle beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Fanfaren aus „Star Wars“ eröffnen den Abend

Mit den fanfarenartigen Klängen aus John Williams‘ Filmmusik zu „Star Wars – Episode 2“ eröffnen die Musiker das Sommerkonzert. Marschartige Rhythmen und sphärenhafte Melodiebögen nehmen die Zuhörer mit auf die Reise des jungen Anakin Skywalker durch die Galaxis.

Eine ganz andere Reise, nämlich eine Fahrt auf einem englischen Handelsschiff, erwartet das Publikum anschließend bei der Titelmusik zum Kinoklassiker „Fluch der Karibik“. Die Musik zeichnet die Abenteuer des Piraten Jack Sparrow eindrucksvoll nach und lässt so den schaurig-schönen Charakter des Films hörbar werden.

Einen musikalischen Kontrast zur Filmmusik setzt Edward Elgars Cellokonzert e-Moll. 1919 in London uraufgeführt, gehört es heute zu den bekanntesten Solowerken für Cello. Insbesondere durch die reduzierte und bewusst eingesetzte Orchestrierung erhält das Solocello fast ununterbrochen die Möglichkeit, seine klanglichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Das viersätzige Konzert ist Elgars letztes vollendetes Werk von Bedeutung. Virtuos meistert die Solistin Nicola Pfeffer die anspruchsvollen Passagen, auch die introvertiert-melancholischen Melodiebögen spielt sie wunderbar gefühlvoll aus. Die sechsmalige Preisträgerin von Jugend musiziert gewann auch auf internationaler Ebene zahlreiche Preise, darunter den ersten Preis beim „Prix Edmond Baert“ in Brüssel, den dritten Preis beim „Dotzauerwettbewerb“ in Dresden sowie bereits zweimal den dritten Preis beim „Concours Tremplin“ in Paris.

Antonín Dvořáks siebte Sinfonie in d-Moll zeugt von der Originalität und Vielfalt der musikalischen Einfälle des tschechischen Komponisten. Anders als in seinen späteren Sinfonien verzichtet Dvořák hier weitgehend auf folkloristische Färbungen. Stattdessen kommt die Sinfonie sehr leidenschaftlich daher: Aufwühlende Themen wechseln sich mit ruhigen Passagen ab und führen immer wieder zu fulminanten Höhepunkten. Die Aalener Sinfoniker zeigen hierbei ihre Flexibilität und lassen dadurch das Publikum dieses Meisterwerk einer romantischen Sinfonie eindrücklich erleben.

Verstärkung durch das Junge Kammerorchester

Verstärkt wird das Aalener Sinfonieorchester in diesem Konzert von den Musikern des Jungen Kammerorchesters der Musikschule Aalen unter der Leitung des Dirigenten Stephan Kühling.

Das Aalener Sinfonieorchester besteht aus engagierten Laien sowie Berufsmusikern und Schülern der Musikschule Aalen. Dirigent ist seit September 2018 Peter Goller. Infos: www.aalener-sinfonieorchester.de

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