Leichtathletik: Ernst Litau schnuppert an Bronze

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 Starkes Staffelteam unter sich.
Starkes Staffelteam unter sich. (Foto: LAC)
Aalener Nachrichten

Ernst Litau (M55) vom LAC Essingen hat im Sprint über die 200 Meter bei den Hallenweltmeisterschaften der Senioren in Torun (Polen) überzeugt. Der Essinger verpasste dabei das Halbfinale und die Bronzemedaille nur hauchdünn.

Für den Essinger sollten diese Hallenweltmeisterschaften, das Highlight der Saison werden. Doch der 56-jährige Sprinter zog sich in der Vorbereitungsphase eine Muskelverletzung zu und konnte nicht wie geplant sich auf diese Meisterschaften vorbereiten. Trotz dieses Missgeschicks ließ sich Ernst Litau nicht entmutigen und ging mit viel positiver Energie in Torun an den Start.

84 Teilnehmer

84 Teilnehmer hatten über die 200 Meter gemeldet und waren am Start. In elf Vorläufen wurden die Teilnehmer für die drei anstehenden Halbfinalläufe ermittelt. Die Elf erstplatzierten und sieben zweitschnellsten konnten sich dafür qualifizieren. Ernst Litau und seine anderen deutschen Mitstreiter hatten schon bei der Bahnzuteilung kein Losglück und mussten auf der ungeliebten Bahn sechs starten. Auf dieser Bahn müssen in der Halle die größten Bergauf und Bergab Passagen gelaufen werden. Als Zweitplatzierter seines Vorlaufes in Hallensaisonbestzeit von 26,52 Sekunden galt es nun für den Essinger abzuwarten. Am Ende fehlten ihm auf dem 21. Platz 13 Hundertstelsekunden zum Einzug in das Halbfinale.

Nach Vorliegen der Laufzeiten war die Freude bei Ernst Litau dann groß. Mit seiner Zeit, der drittbesten eines deutschen Sprinters, hatte er sich für die Staffel über die 4x200-Meter empfohlen. Nur der deutsche Meister Reiner Heweling und der Dritte der vergangenen Deutschen Meisterschaften, Thorsten Poschwatta, waren schneller unterwegs gewesen.

Bei der abschließenden Mannschaftssitzung wurde es dann amtlich Ernst Litau durfte für Deutschland über die 4x200-Meter (M 55) als Schlussläufer an den Start gehen. Der Weltmeister wurde durch die Zeiten in zwei Zeitendläufen ermittelt. Im ersten Lauf mussten die Deutschen gemeinsam mit dem Favoriten nach den gelaufenen Einzelzeiten, den Franzosen, an den Start. Gegen die Franzosen war kein Kraut gewachsen. Sie gewannen diesen in neuer Weltrekordzeit. Jedoch war die Zeit der Deutschen Staffel mit 1:43,71 Minuten und Platz zwei nicht schlecht.

Eine Medaille schien möglich. Im zweiten Lauf gab es dann ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Großbritannien und den USA, die sich dadurch gegenseitig puschten und noch an den Deutschen vorbeischoben.

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