Lebensbejahender Monolog

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Gregor Weisgerber (vorne) spielt den namenlosen Hauptdarsteller. Claus Wengenmayr macht dazu die Musik.
Gregor Weisgerber (vorne) spielt den namenlosen Hauptdarsteller. Claus Wengenmayr macht dazu die Musik. (Foto: Theater Aalen/Karolina Tomanek)

Termine (jeweils 19 Uhr im Wi.Z): 16. Februar (20 Uhr, Premiere), 17. Februar, 15. März (20 Uhr), 17. März, 6. April (20 Uhr), 7. April, 12. Mai. Infos: www.theateraalen.de. Karten und Reservierungen: Telefon 07361 / 522 600, E-Mail kasse@theateraalen.de oder unter www.reservix.de

Als Stück mit Interaktion hat Regisseur Jonathan Giele Duncan Macmillans „All das Schöne“ angelegt. Am Samstag, 16. Februar, um 20 Uhr feiert der Monolog mit Gregor Weisgerber in der Hauptrolle Premiere am Aalener Stadttheater auf der Bühne im Wi.Z.

Der britische Dramatiker und Regisseur Duncan Macmillan, 1980 geboren, bezeichnet sein Stück selbst als „lebensbejahenden Dialog über ein todernstes Thema“. Es geht um einen namenlosen jungen Mann, gespielt von Gregor Weisgerber, der schon als Kind einen Selbstmordversuch seiner Mutter miterlebt und über die Jahre hinweg versucht, mit den Depressionen seiner Mutter klar zu kommen. Er erstellt eine Liste, auf der er die Dinge notiert, die seiner Meinung nach das Leben lebenswert machen. Die Liste wird länger und länger...

Dramaturgin Tina Brüggemann ist sich gewiss: „Eine schönere Reaktion auf ein solches Erlebnis kann ich mir nicht vorstellen.“ Der „Guardian“ hat das Stück trotz des ersten Themas mal als ein „umwerfend komisches Stück über Depression“ bezeichnet. „Ja“, sagt Brüggemann bei der Vorstellung des Stücks, „lebensbejahend ist es auf jeden Fall.“ Und Regisseur Giele fügt an: „Wir drücken uns trotzdem nicht um Ernsthaftigkeit und Gefühl. Es ist keine Komödie.“ Oder, so Brüggemann: „Das Thema kommt auf sanften Pfoten daher.“

Denn schließlich soll das Stück ja ins Spielzeitmotto „Welche Sprache passt zu mir?“ passen. Giele: „Den Mut zu finden, sich zu öffnen, über Probleme zu reden, das ist auch eine Suche nach Sprache.“ Zentral ist für den Regisseur die Interaktion mit dem Publikum. Einige Personen aus dem Umfeld des jungen Manns werden ans Publikum vergeben. Aber Angst, allzu sehr ins Stück hineingezogen zu werden, braucht niemand zu haben. „Wir zwingen natürlich niemanden, über sein eigenes Leben zu reden“, sagt Giele, dem es vordergründig nicht um die Krankheit, sondern darum geht, wie Angehörige depressiver Menschen mit der Krankheit umgehen.

Termine (jeweils 19 Uhr im Wi.Z): 16. Februar (20 Uhr, Premiere), 17. Februar, 15. März (20 Uhr), 17. März, 6. April (20 Uhr), 7. April, 12. Mai. Infos: www.theateraalen.de. Karten und Reservierungen: Telefon 07361 / 522 600, E-Mail kasse@theateraalen.de oder unter www.reservix.de

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