Landratsamt Ostalb rechnet mit kontinuierlichem Anstieg der Coronaerkrankungen

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 Susanne Dietterle, Sprecherin des Landratsamts.
Susanne Dietterle, Sprecherin des Landratsamts. (Foto: Archiv)
Stellv. Redaktionsleiter / Redakteur

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Ostalbkreis ist am Dienstag um ein Viertel gestiegen, auf nunmehr 249. Am Mittwoch lag die Zahl der Infizierten bereits bei 294.

Der Landkreis geht von weiter steigenden Zahlen aus. Das sagt Susanne Dietterle, Sprecherin des Landratsamts, im Gespräch mit Redakteur Alexander Gässler.

Frau Dietterle, was sind die Gründe für die merkliche Zunahme der Coronapatienten?

Allgemein gilt: Wir stehen bundesweit nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts erst am Beginn der Corona-Epidemie. Das heißt, dass in den nächsten zwei Wochen mit kontinuierlich steigenden Zahlen zu rechnen sein dürfte.

Themen-Dossier: Die Corona-Krise auf der Ostalb

Nach Expertenmeinung dürfte sich erst rund zwei Wochen nach den vom Land Baden-Württemberg und seit vergangenem Sonntag bundesweit verfügten Kontaktverboten eine Verlangsamung der Infiziertenzahlen zeigen. Dies gilt natürlich in gleicher Weise auch für den Ostalbkreis.

Womit rechnen Sie genau?

Die Zahl der Corona-Erkrankten im Ostalbkreis wird vermutlich in den nächsten Tagen weiter ansteigen. Ob im gleichen Maß, lässt sich nicht verlässlich vorhersagen. Das hängt auch davon ab, wie die Rückläufe der Corona-Testergebnisse aus den Laboren sind.

Und wie sind die Rückläufe?

Im Ostalbkreis werden Corona-Abstriche bekanntlich an drei Stellen gemacht: vom Gesundheitsamt selbst, im Drive-in-Zentrum im Aalener Greut und im Drive-in-Zentrum in Schwäbisch Gmünd im Schießtal.

Aufgrund der Vielzahl der Testungen landes- und bundesweit – bislang waren dies allein im Ostalbkreis insgesamt rund 1700 an allen drei Abstrichstellen – reichen die Kapazitäten des Landesgesundheitsamts bei weitem nicht mehr aus.

Deshalb werden die Abstriche inzwischen außer vom Landesgesundheitsamt von zwei weiteren Laboren untersucht. Die Dauer der Rückläufe ist unterschiedlich.

Wie viele Menschen werden aktuell in den Kliniken Ostalb behandelt? Und wie ist deren Zustand?

Stand Mittwochmorgen waren in den drei Kliniken des Ostalbkreises 28 Patienten mit Corona-Verdacht zur Abklärung auf der Isolierstation und zwei Patienten auf intensiv – also insgesamt 30. Von den bestätigten Corona-Patienten waren drei auf der Isolierstation und vier auf intensiv.

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