Landrat fordert schnellere Reisezeit für die Murrbahn und die Rems- und Obere Jagstbahn

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 Landrat Pavel wünscht sich eine stündliche Zugverbindung zwischen Stuttgart und Nürnberg.
Landrat Pavel wünscht sich eine stündliche Zugverbindung zwischen Stuttgart und Nürnberg. (Foto: dpa)
Aalener Nachrichten

Landrat Klaus Pavel will die beiden Schienenstrecken über die Murrbahn und über die Rems- und Obere Jagstbahn beschleunigen. Das hat er in seiner Funktion als Sprecher der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg gesagt.

Pavel wünscht sich eine stündliche Zugverbindung zwischen Stuttgart und Nürnberg. Im zweiten Gutachterentwurf zum Deutschland-Takt ist für den Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg eine stündliche (Fern-)Verbindung zwischen den beiden Metropolen über zwei verschiedene Wege, abwechselnd über die Murrbahn sowie über die Rems- und Obere Jagstbahn, vorgesehen.

Pavel betont aber auch: „Nach der Entscheidung des Bundes im November 2018, den Ausbau der Rems- und Oberen Jagstbahn im Rahmen des Deutschlandtakts und nicht im Vordringlichen Bedarf der Schienenausbauvorhaben des Bundesverkehrswegeplanes zu finanzieren, hatten wir gehofft, dass sich eine erkennbare Beschleunigung der Reisezeit zwischen Stuttgart und Nürnberg über Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen im neuen Gutachtervorschlag Deutschland-Takt widerspiegelt.“

Stattdessen gewinnt die Reisezeit der heutigen IC-Linie 61 zwischen Stuttgart und Nürnberg mit jedem neuen Gutachterentwurf entlang der Rems- und Oberen Jagstbahn weitere Reiseminuten hinzu, die die Fernverkehre über Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen verlangsamen, sorgt sich Pavel.

Daher hat er in einem Brief an Bundesverkehrsminister Scheuer neben den Umstiegen an den Fernverkehrsknoten Nürnberg und Stuttgart eine gleich schnelle Reisezeit von maximal 120 Minuten zwischen Stuttgart und Nürnberg über die Murrbahn sowie über die Rems- und Obere Jagstbahn gefordert.

Seine Begründung: „In Ostwürttemberg leben eine halbe Million Menschen mit steigender Tendenz. Fast 40 000 Berufstätige pendeln täglich in andere Regionen aus und mehr als 30 000 Berufstätige pendeln in die Region Ostwürttemberg täglich ein. Die Zahl der touristischen und gewerblichen Übernachtungen liegt bei über einer Million Gästen im letzten Jahr. Diese Menschen brauchen eine schnellere Fernzugverbindung über die Remsbahn und die Obere Jagstbahn.“

Unter der Fachbetreuung der Geschäftsstelle der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart – Nürnberg haben sich federführend das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und die drei benachbarten Landkreise Ostalbkreis, Rems-Murr-Kreis sowie der Landkreis Schwäbisch Hall zusammengeschlossen, um ein Angebots- und Infrastrukturkonzept für die Murrbahn und für die Rems- und Obere Jagstbahn zu erstellen.

Seit Monaten laufen entsprechende Gespräche zwischen den Partnern, um die für das Konzept notwendigen Gutachterleistungen auszuschreiben. „Die homogene Reisezeit von maximal 120 Minuten zwischen Stuttgart und Nürnberg soll die erforderliche Grundlage für das Gesamtkonzept sein“, so Pavel.

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