Staatssekretärin Katrin Schütz machte am Freitag auf ihrer Denkmalreise auch Halt am Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“, wo sie
Staatssekretärin Katrin Schütz machte am Freitag auf ihrer Denkmalreise auch Halt am Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“, wo sie sich auch ins Goldene Buch der Stadt Aalen eintrug. Im Bild (von links) Roland Schurig (Touristik-Amt), Thilo Rentschler, Winfried Mack, Klaus Pavel. (Foto: Markus Lehmann)

Recht überrascht ist die Staatssekretärin gewesen, dass im Besucherbergwerk ein Weihnachtsmarkt abgehalten wird. Und ihr erster Besuch in einem Stollen auf ihren Denkmalreisen war die Einfahrt ins Besucherbergwerk auch. Katrin Schütz will mit dieser Reise als Auftakt in die Denkmalwoche auf das kulturelle Erbe und die vielen „Schätze“ in allen vier Regierungsbezirken des Landes aufmerksam machen. Im Ostalbkreis und in dessen Großer Kreisstadt mit der mehrfachen Unesco-Welterbe-Auszeichnung war sie damit an der richtigen Adresse, fanden die lokalen Politikvertreter.

Ihre Tagestour hatte die Staatssekretärin am Heiligkreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd gestartet und auch das Limestor in Dalkingen stand auf dem Programm. Mittendrin lag das Besucherbergwerk als Teil des Unesco-Geoparks Schwäbische Alb. Begrüßt hatten sie dort Vertreter der Stadt, der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack, Landrat Klaus Pavel und Aalens OB Thilo Rentschler. Der gab einen kurzen Überblick über das kulturelle Erbe in der Aalener Bucht, über die 650-jährige Tradition der Schwäbischen Hüttenwerke als ältester Industriebetrieb zumindest Europas und über den touristischen „Frequenzbringer“ mit jährlich um die 40 000 Besuchern, das Besucherbergwerk. Mit ihrer Reise, erklärte Schütz, wolle sie darauf aufmerksam machen, wie wichtig der Denkmalschutz im Land ist und auch um das bürgerliche Engagement beim Thema Denkmalschutz zu würdigen.

Mit Bedacht ausgewählt

Das Besucherbergwerk, so der Präsident des Landesdenkmalsamts, Claus Wolf, sei wegen seiner Bedeutung „mit Bedacht“ als Ziel dieser Denkmalreise ausgewählt worden. Leider seien solche Einrichtungen vom Land viele Jahre lang stiefmütterlich behandelt worden, weil es an Kapazitäten fehlte. Nun sei unter anderem ein Montan-Geologe eingestellt worden, der sich um Einrichtungen wie Schaubergwerke kümmere, die teils von privaten Vereinen und weitgehend ohne staatliche Hilfen erschlossen werden. Das Besucherbergwerk sei ein „Vorzeigebergwerk“, er lobte zudem die gute Zusammenarbeit mit den Zuständigen und Verantwortlichen.

Ihm und Oberbürgermeister Thilo Rentschler seien der Geopark und das Unesco-Weltkulturerbe Limes ein sehr großes Anliegen, betonte Landrat Klaus Pavel, der um mehr institutionelle Förderung für das kulturelle Erbe warb. Er blickte voraus auf das kommende Jahr – 2019 wird in Aalen der Europäische Geopark-Kongress stattfinden. Schütz hatte sich bei ihrem Stopp auf dem Braunenberg auch ins Goldene Buch der Stadt Aalen eingetragen.

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