Kracherspiele: Köln, Hamburg und Leverkusen warten auf den 1. FC Heidenheim

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 Holger Sanwald.
Holger Sanwald. (Foto: FCH)
Sportredakteur/DigitAalen

Holger Sanwald blickte an diesem Dreikönigstag freudig voraus. Er frohlockt, da „sämtliche Highlights“ auf den 1. FC Heidenheim um seinen Vorstandsvorsitzenden zu kommen werden. Doch, wie es im Leben so ist, steht vor den Höhepunkten oft die Arbeit.

Für die Arbeit auf dem Fußballplatz ist Frank Schmidt zuständig. Seit diesem Sonntag bereitet der Trainer die Mannschaft des Zweitligisten von der Ostalb auf eben diese Höhepunkte vor. Mit dem Trainingsauftakt beim FCH beginnen spannende Wochen und Monate, die vor allem auf dem Schlossberg besonders sind.

Holstein Kiel, Dynamo Dresden, Bayer Leverkusen, Hamburger SV, 1. FC Köln, Union Berlin und St. Pauli – sie alle zählte Sanwald auf, mit diesen Teams werden sich die Heidenheimer Fußballer in Heimspielen auseinandersetzen. „Da freuen wir uns drauf“, sagte Sanwald. Und „idealerweise“ startet der FCH mit einem Heimsieg gegen die punktgleichen Kieler. Am Mittwoch, 30. Januar, 20.30 Uhr soll es so weit sein. „Damit werden wir uns ausschließlich beschäftigen“, sagte Schmidt. Auf dieses erste Spiel ist freilich zunächst auch die Arbeit des Trainers ausgerichtet, das hat er seinen Spielern gleich gesagt.

Ob Oliver Steurer und Kolja Pusch dann noch im Kader stehen, ist fraglich, beide sind Kandidaten für eine Ausleihe – womit man wieder bei der Arbeit von Sanwald wäre. Steurer und Pusch stehen vor Wechseln, möglicherweise in die 3. Liga, so dass sie vielleicht schon nicht mehr am Donnerstag ins Trainingslager nach Spanien mitreisen könnten. Wechselwillig ist auch Kevin Lankford – dessen Arbeitspapier im Sommer ausläuft. „Es ist noch viel Zeit“, merkte Sanwald gelassen an. Zeit, die Robert Leipertz – um ihn bemüht sich der FCH – erst einmal benötigt. Für Leipertz wäre es eine Rückkehr nach seinem Abgang 2016. Allerdings: Der 25-jährige Rechtsaußen ist verletzt, nachdem eine Sehne im Gesäßmuskelansatz gerissen ist soll er an diesem Montag in München operiert werden.

Holger Sanwald ist „heilfroh“

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Rekonvaleszenz entwickelt. „Wir haben auch Interesse, wenn er erst im Sommer zur Verfügung steht“, erklärte der Vorstandschef. In die Gespräche mit dem FC Ingolstadt, wo Leipertz noch bis 2020 unter Vertrag steht, würden die Heidenheimer wieder einsteigen. Ansonsten habe der Kader eine „hohe Qualität, wir sind sehr gut aufgestellt“. Und der macht mit Rekord mäßigen 30 Punkten im Rücken weiter, worüber Sanwald nach der vorigen Zittersaison „heilfroh“ ist – ohne dass sie in Heidenheim in Zufriedenheit fallen wollen.

Und da ist man wieder bei Übungsleiter Schmidt. Der FCH in der Komfortzone? „Die wollen wir erst gar nicht betreten“, machte Schmidt nach der ersten Einheit 2019 klar. Den Platz wieder betreten haben Marc Schnatterer, der nach seiner Verletzung schon wieder läuft und Robert Glatzel, der wieder bei 100 Prozent ist. Mit den beiden Top-Torschützen, aber auch mit den Youngsters U19-Spieler Torwart Diant Ramaj und Kapitän Jonas Brändle geht es nach Spanien.

Am kommenden Donnerstagvormittag wird sich der FCH-Tross nach Algorfa aufmachen. Dort wird bis zum 18. Januar an der Costa Blanca trainiert und getestet. Am Sonntag, 13. Januar (15.30 Uhr, Pinatar-Arena), geht es dabei gegen den RSC Anderlecht. Am 17. Januar (15 Uhr, Algorfa), ist Xamax Neuchatel der zweite Testspielgegner in Spanien. Das letzte Testspiel steht am Freitag, 25 Januar (14 Uhr) in Heidenheim gegen Austria Lustenau an. Danach kommen die Höhepunkte.

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