Kooperationen bringen die Kultur weiter

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Vertreter verschiedener Einrichtungen beteiligten sich am Diskussionsform der „Lernenden Kulturregion“.
Vertreter verschiedener Einrichtungen beteiligten sich am Diskussionsform der „Lernenden Kulturregion“. (Foto: Judith Bildhauer)
Schwäbische Zeitung

Die Fragen und Ergebnisse der Veranstaltung werden auf der Internetseite der „Lernenden Kulturregion“ dokumentiert und können in den nächsten Wochen über die Facebook-Seite der „Lernenden Kulturregion“ oder in einer E-Mail an info@lernende-kulturregion.de beantwortet und kommentiert werden.

Über 100 Kulturakteure und Vertreter kultureller Einrichtungen, Verbände und Verwaltungen haben am Montag über Herausforderungen und Unterstützungsbedarf zukunftsweisender Kulturarbeit im ländlichen Raum diskutiert. Anlass war die „Kulturplattform #3“ der „Lernenden Kulturregion Schwäbische Alb“, die im Landestheater Tübingen im Rahmen des bundesweiten Programms „Trafo – Modelle für Kultur im Wandel“ stattfand.

Vernetzung notwendig

Im Vorfeld trafen sich Vertreter der Landkreise, Regierungspräsidien und Ministerien, um darüber zu beraten, wie die Kultur in ländlichen Räumen ab 2021 gestärkt werden kann. „Eine Fortsetzung des Projektes ist nur denkbar, wenn Kommunen, Landkreise, Regierungspräsidien und das Land gemeinsam Verantwortung übernehmen“, so Staatssekretärin Petra Olschowski. Kooperationen und vernetzte Konzepte seien notwendig.

Klaus Pavel, Landrat des Ostalbkreises, sprach sich für die Fortsetzung der Zusammenarbeit aus: „Die Zukunft des Projekts braucht unser gemeinsames Engagement. Wir müssen Rahmenbedingungen gestalten, die nachhaltige, gesellschaftsrelevante und identitätsstiftende Kulturarbeit in unserer Region ermöglichen.“ Samo Darian, Leiter des Trafo-Programms sagte: „Wir freuen uns, dass die Modellregion Schwäbische Alb nicht nur zukunftsweisende Kulturprojekte entwickelt, sondern sich auch politisch vernetzt.“

In der „Lernenden Kulturregion“ sind seit 2016 zukunftsweisende Projekte entstanden, etwa die Theaterwerkstatt des Landestheaters Tübingen. Durch Projekte und Zusammenarbeit in der Modellregion wurden neue Wege der Kulturarbeit im ländlichen Raum betreten. Grund, Zwischenfazit zu ziehen und zu überlegen, wie es nach 2020 weitergeht.

Da eine Kulturregion nur im Austausch zwischen Kultur, Politik und Verwaltung funktioniert, lud die „Lernende Kulturregion“ alle interessierten Akteure zur „Kulturplattform #3“ ein. An drei spartenübergreifenden Foren und einer Diskussionsrunde beteiligten sich über 100 Personen. Bereits im Vorfeld trafen sich Staatssekretärin Olschowski (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg), Ministerialdirigent Jürgen Maier (Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz), Abteilungspräsident Kurt Mezger (Regierungspräsidium Stuttgart), die Landrä Pavel, Joachim Walter (Tübingen), Thomas Reumann (Reutlingen), Günther-Martin Pauli (Zollernalbkreis) sowie weitere Vertreter der Landkreise, Regierungspräsidien und Ministerien, um über den Ausbau vorhandener Strukturen zu sprechen und darüber zu beraten, wie die Kultur in ländlichen Räumen ausgehend von den Erfahrungen des Projektes „Lernende Kulturregion“ ab 2021 gestärkt werden kann.

Dass sich auch die dritte Kulturplattform durch eine optimistische Stimmung und konstruktive Gespräche auszeichnete, lag auch an der professionellen Moderation durch Robert Montoto vom Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar sowie Nicole Fritz, Direktorin der Kunsthalle Tübingen, Wolfgang Sannwald, Leiter des Kulturamts im Landratsamt Tübingen und Wolfgang Mesner.

Die Fragen und Ergebnisse der Veranstaltung werden auf der Internetseite der „Lernenden Kulturregion“ dokumentiert und können in den nächsten Wochen über die Facebook-Seite der „Lernenden Kulturregion“ oder in einer E-Mail an info@lernende-kulturregion.de beantwortet und kommentiert werden.

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