Kocherursprung erhält als erste Stelle im Kreis einen Geopoint

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 Sie freuen sich, dass der Ursprung des Weißen Kochers ausgezeichnet wurde (von links) Landrat Klaus Pavel, Unterkochens Ortsvor
Sie freuen sich, dass der Ursprung des Weißen Kochers ausgezeichnet wurde (von links) Landrat Klaus Pavel, Unterkochens Ortsvorsteherin Heidemarie Matzik, OB Thilo Rentschler und Geopark-Geschäftsführer Siegfried Roth. (Foto: ehü)
Edwin Hügler

Grund zur Freude gibt es jetzt in Unterkochen: Als erste Stelle im Ostalbkreis hat am Dienstag der Ursprung des Weißen Kochers einen Geopoint des Unesco Global Geoparks Schwäbische Alb erhalten. Das tief eingeschnittene Flusstal ist ein landschaftliches Kleinod und schützenswertes Geotop mit einem besonderen Mikroklima und einer seltenen Tier- und Pflanzenwelt.

Die Kennzeichnung als Geopoint weist auf die Bedeutung des Ortes hin. Eine zweisprachige Informationstafel lädt dazu ein, tiefer in die Geschichte dieser einzigartigen Landschaft einzutauchen.

Bei einer kleinen Feier am Ursprung des Weißen Kochers brachte der Aalener Oberbürgermeister Thilo Rentschler seine Freude über die Auszeichnung zum Ausdruck. Dieser erste Geopoint im Ostalbkreis erfülle Unterkochen und auch die Stadt Aalen mit Stolz.

Landrat Klaus Pavel hob hervor, dass Ulrich Sauerborn von der Geologengruppe Ostalb und Ortsvorsteherin Heidemarie Matzik die Initiative für einen Geopoint in Unterkochen ergriffen hätten. Der Ursprung des Weißen Kochers sei ein besonders schützenswertes Biotop und verdiene diese Auszeichnung, die auch für den Geotourismus eine große Rolle spiele.

Matzik verwies auf die landschaftliche Schönheit und Einzigartigkeit des Gebietes am Ursprung des Weißen Kochers. Es sei ein besonderer Platz in einer herrlichen Natur.

Geopark-Geschäftsführer Siegfried Roth unterstrich die geologische Bedeutung der Landschaft und überreichte Matzik und Rentschler eine Urkunde.

Von Ulrich Sauerborn war zu erfahren, dass eine extreme Erosion zu einer ständigen Veränderung des Tals beim Ursprung des Weißen Kochers führe. Innerhalb einer geologisch gesehen kurzen Zeit schneide sich der Fluss so immer tiefer in die Albtafel und in Richtung seiner Quelle ein (rückreitende Erosion). Übrigens: Der Name Weißer Kocher kommt vom weißen Aufschäumen des dahinfließenden Wassers an kleinen Hindernissen.

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