Helmut Dietterle.
Helmut Dietterle. (Foto: Peter Schlipf)
Timo Lämmerhirt
Sportredakteur/DigitAalen

Wenn das mal kein Vorgeschmack auf die neue Fußball-Verbandsligasaison ist. Die Lokalrivalen Sportfreunde Dorfmerkingen und der TSV Essingen treffen gleich in der ersten Runde des WFV-Pokals aufeinander (Samstag, 15.30 Uhr) – um dann gleich am ersten Spieltag in 14 Tagen erneut die Klingen zu kreuzen, dann aber in Essingen. „Dieses Spiel kommt nach unserem Umbruch nicht unbedingt gelegen. Wir müssen die Neuzugänge noch integrieren, können noch gar nicht bei 100 Prozent sein“, sagt Dorfmerkingens Trainer Helmut Dietterle vor diesem Pokalkracher.

Auf seine Nummer eins, Christian Zech, muss Dietterle schon einmal verzichten, er weilt im Urlaub. Da sich Timo Hirschmann in diesem Sommer dazu entschlossen hat, zum SV Kirchheim/Dirgenheim zu wechseln, wird ein neues – und vor allem junges – Gesicht zwischen den Pfosten bei den Sportfreunden stehen. Christopher Junker wechselte von der U 19 des 1. FC Heidenheim aufs Härtsfeld und kommt wohl eher an seine Bewährungsprobe, als er es sich selbst gedacht hatte. Da es einige Wechsel zwischen diesen Mannschaften in diesem Sommer gegeben hat, birgt dieses Duell durchaus eine gewisse Brisanz. Niklas Weissenberger, Fabian Weiß und Mike Marianek schlossen sich dem TSV an, Timo Zimmer und Deniz Bihr machten es andersherum, spielen nun unter Dietterle. „Das ist natürlich spannend für alle Beteiligten, aber wohl auch für die Zuschauer. Es ist sicherlich kein alltägliches Pokalspiel“, sagt der 67-Jährige. Wobei die Duelle zwischen diesen beiden Mannschaften eigentlich nie alltäglich gewesen sind. In der vergangenen Runde gewannen die Mannschaften jeweils ihre Heimspiele. Eine Prognose aber, wer Favorit in dieser Pokalbegegnung ist, ist schwierig, denn auch in Essingen hat sich einiges getan.

Das Muster ohne Wert

Auch die Trainer schieben sich die Favoritenrolle munter zu. „Wir sind krasser Außenseiter in dieser Partie nach unserem großen Umbruch“, sagt Dietterle. TSV-Trainer Erdal Kalin kontert: „Dorfmerkingen stapelt tief. Die haben eine gewisse Pokalerfahrung und wir spielen auswärts. Wir sind garantiert nicht der Favorit.“ Auch Kalin muss auf einige Leistungsträger verzichten. Die beiden Routiniers Simon Köpf und Stani Bergheim weilen im Urlaub. Julian Biebl hat sich bei seiner Sportprüfung das Knie verdreht, muss passen. Nico Zahner ist nach Verletzungspause noch nicht so weit. Marc Gallego war angeschlagen, ist aber seit Wochenstart wieder im Training.

Die Testspiele, ob positiv (5:0-Erfolg gegen Normannia Gmünd) oder negativ (1:3 gegen Germania Bargau), sind für Kalin „Muster ohne Wert“. „Auch dieses Pokalspiel findet während der Vorbereitung statt. Wichtig wird es erst in zwei Wochen werden, wenn die Saison losgeht“, sagt Essingens Übungsleiter. Erfreulich aus TSV-Sicht: Mit Patrick Bühler trainiert seit Vorbereitungsbeginn ein 17-jähriger Innenverteidiger aus der eigenen Jugend mit den Aktiven. „Er hat in den Testspielen gezeigt, was er kann. Natürlich muss er noch viel lernen, aber das kann er ja bei uns in der Mannschaft“, freut sich Kalin über den Zugang aus den eigenen Reihen. Freigemacht für die Senioren ist Bühler bereits.

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