Keine Wiedergutmachung: VfR verliert erneut

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 Kann es nicht fassen: Matthias Morys.
Kann es nicht fassen: Matthias Morys. (Foto: Thomas Siedler)
Sportredakteur/DigitAalen

Was kann man in 45 Minuten nicht alles machen? Zum Beispiel kein einziges Mal auf das gegnerische Tor schießen. Der Fußball-Drittligist VfR Aalen hat nach einer von Pfiffen der 3022 zahlenden Zuschauern gekrönten ersten Halbzeit in der heimischen Ostalb-Arena, sich im zweiten Durchgang etwas verbessert gezeigt. Allerdings hagelte es zum Ende der dritten Englischen Woche in Folge dennoch eine 0:1-Niederlage gegen Fortuna Köln.

Als in der 88. Minute Torben Rehfeldt das Feld der Ostalb-Arena betrat, da dachten wohl wenige, dass ausgerechnet der gelernte Abwehrspieler die große Chance zum Ausgleich in der fünfminütigen Nachspielzeit vergeben würde. Doch in der zweiten Minute der Nachspielzeit scheiterte Rehfeldt tatsächlich am glänzend aufgelegten Keeper der Fortunen, Nikolai Rehnen. Warum der VfR Aalen aber überhaupt in Rückstand geriet? Die Geschichte ist schnell erzählt. In den ersten 45 Minuten fand der VfR überhaupt nicht statt. Die im Vergleich zum WFV-Pokalspiel völlig veränderte Elf zeigte sich von Beginn an in einer Art Schockstarre, ob der jähen Pokalpleite unter der Woche. „Es war keine Mannschaft auf dem Feld“, sagte Hermann Olschewski, Sportvorstand beim VfR. Die einzigen Torchancen in einem schwachen Spiel hatten die Fortunen aus Köln. Die allerdings etwas sorglos mit ihren Vorstößen umgingen. Denn weder Alem Koljic per Kopf (7.), noch zweimal Hamdi Dahmani ebenfalls per Kopf (34., 44.) konnten den Aalener Kapitän Daniel Bernhardt überwinden. Doch auch der sonst so sichere Torwart der Aalener ließ sich von seinen Vorderleuten anstecken und konnte einen eher ungefährlichen Freistoß der Kölner nur abklatschen (19.). Zur Pause war das beste aus Aalener Sicht der Pausenstand - 0:0.

Nach der Pause leicht verbessert

Nach der Halbzeit wirkten die Aalener etwas bemühter und sogar schwungvoller als die Gäste. So hatte Luca Schnellbacher in der 47. Minute tatsächlich die erste Torgelegenheit der Aalener. Doch er zielte deutlich zu hoch und so musste Rehnen im Tor der Gäste nicht eingreifen. Dann aber die kalte Dusche für den VfR. Nach einem Konter über mehrer Stationen war es am Ende Robin Scheu, der den Ball ins Tor der Aalener versenkte - 0:1. Die Aalener zeigte sich aber nicht geschockt und so hatte der eingewechselte Lukas Lämmel dann die nächste Aalener Chance und zwar gleich doppelt. Nach der ersten Ecke (!) der Aalener im Spiel, kam das Spielgerät zu Lämmel, der zunächst am glänzend aufgelegten Keeper der Gäste scheiterte und den Ball dann über das Tor der Gäste jagte.

Ampelkarte für Köln

Die Kölner verlagerten sich nun auf Konter und überließen den Aalenern den Ball. Durch Nicolas Sessa hatten die Aalener dann wiederum nur kurze später eine weitere Gelegenheit. Doch dieser scheiterte aus kurzer Distanz am starken Torwart der Kölner. Die Kölner hatten dann wiederum in der 84. Minute die Chance zur Entscheidung. Doch dieses Mal war Bernhardt stark zur Stelle und konnten den Schuss von Maik Kegel, der von Marcel Bär abgefälscht wurde sehenswert halten. Dann schwächte sich der Gast unnötig selbst. Denn nach einem gelbwürdigen Foul sah Maik Kegel die Gelbe Karte und war mit dieser nicht einverstanden. Nach einem kurzen Wortgefecht zückte Schiedsrichter Patrick Ittrich die Gelb-Rote-Karte. Dann begannen jene fünf Minuten der Nachspielzeit in denen Rehfeldt, den Aalenern einen Punkt retten hätte können. Doch der Ausgang ist bekannt.

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