Kein Sieger im Keller-Duell: VfR mit 2:2 in Braunschweig

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 Einen Sieger gab es nicht: Matthias Morys (l. VfR Aalen) und Torwart Lukas Kruse (Eintracht Braunschweig) hatten ein bisschen w
Einen Sieger gab es nicht: Matthias Morys (l. VfR Aalen) und Torwart Lukas Kruse (Eintracht Braunschweig) hatten ein bisschen was zu besprechen. (Foto: Imago)
Sportredakteur/DigitAalen

Eintracht Braunschweig: Kruse - Sauerland, Nkansah, Fürstner, Nyman, Becker (90. Burmeister), Janzer (66. Y. Otto), Bulut, Kijewski, Bürger (88. Hofmann).

VfR Aalen: Bernhardt - Fennell, Rehfeldt, Geyer, Traut (26. Büyüksakarya), Lämmel, Funk, Schorr, Sessa (74. Schnellbacher), Morys, Bär (90. Trianni).

Tore: 0:1 Bär (18.), 1:1 Becker (60.), 2:1 Nyman (83.), 2:2 Bär (87.). Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenberg). Zuschauer: 15179.

Druck. Das war das beherrschende Wort im Stadion an der Hamburger Straße. Der VfR Aalen als Gast hatte Druck vor diesem Spiel in der 3. Fußball-Liga, aber vor allen Dingen Eintracht Braunschweig. Am Ende trennten sich beide Mannschaften in einem verkrampften Keller-Duell mit 2:2 (0:1). Für den VfR als Tabellen-18. ein „minimaler Schritt“, wie VfR-Trainer Argirios Giannikis hinterher befand. Für das Schlusslicht zu wenig und „sehr sehr bitter“, wie Trainer André Schubert sagte, doch das soll nicht die Sorge des VfR sein.

Um gegen die Braunschweiger erfolgreich zu sein, änderte Giannikis seine Startelf im Vergleich zur 0:2-Niederlage in der Vorwoche beim KFC Uerdingen auf zwei Positionen: Für Mart Ristl rückte Lukas Lämmel in die Startformation und Matthias Morys durfte nach seiner Gelbsperre wieder ran – er konnte auch wieder ran denn sein Einsatz war nach einem Auffahrunfall mit Auto am Donnerstag bis zum Anpfiff fraglich.

Nach bedächtigem Beginn und des verabredeten einminütigen Spielboykotts (Protest gegen Drittliga-Aufstieg-Regelung) bekamen die Aalener zunächst Kontrolle ins Spiel gegen allerdings verunsicherte Braunschweiger. Die kamen zwar zu mehr Chancen, doch anders als zuletzt zeigte sich der VfR eiskalt. Ausgerechnet der Ex-Braunschweiger Marcel Bär schloss nach einem Torschuss von Patrick Schorr in der 18. Minute zum 1:0 ab. Der Ball wäre neben den Kasten geflogen, doch am langen Pfosten lauerte Bär. Nach einem feinen Pass von Nicolas Sessa hatte Morys die Möglichkeit noch vor der Halbzeitpause zu erhöhen, doch sein Schuss wurde von Robin Becker abgeblockt (38.). Zu diesem Zeitpunkt stand Rechtsverteidiger Sascha Traut nach einer Oberschenkelverletzung schon nicht mehr auf dem Platz (26.).

VfR zu passiv

Nach der Pause hoben die stimmgewaltigen Eintracht-Fans ihren Stimmungsboykott (wie die VfR-Anhänger, als Protest gegen die Montagsspiele) auf und die Gastgeber versuchten davon angetrieben den Druck auf die Aalener aufrecht zu erhalten. Und die Löwen zeigten, dass sie auch eiskalt können. Becker staubte bei der erstbesten Gelegenheit zum 1:1 ab, nach einer Stunde. Die Braunschweiger nutzten aus, dass der VfR nicht mehr so kompakt und passiv agierte.

Durch eigene Fehler machten die Aalener die Eintracht stärker, als sie eigentlich war. Zudem fehlten die klaren Aktionen in der Offensive. Die Eintracht dagegen wieder cool: Christoffer Nyman verwandelte nach einem langen Ball von David Sauerland im Strafraum zur 2:1-Führung (83.).

Dann kam noch einmal Bär: Nach einem langen Ball von Luca Schnellbacher nutzte Bär die misslungene Kopfballabwehr von Nico Kijewski zum Abschluss. Sein Vollspann-Schuss zum 2:2 wurde noch abgefälscht (87.), fand aber sein Ziel. In der Schlussminute hätte Bär sogar noch vollends zum Helden werden können, doch Sturmpartner Morys entschied nach einem Konter und Dauersprint zum Schuss statt zum Pass auf ihn – Chance aufs Siegtor vertan.

Nach dem Punkt in Braunschweig steigt für den VfR am kommenden Sonntag um 14 Uhr das letzte Heimspiel in diesem Jahr gegen Energie Cottbus. Geringer wird der Druck nicht.

Eintracht Braunschweig: Kruse - Sauerland, Nkansah, Fürstner, Nyman, Becker (90. Burmeister), Janzer (66. Y. Otto), Bulut, Kijewski, Bürger (88. Hofmann).

VfR Aalen: Bernhardt - Fennell, Rehfeldt, Geyer, Traut (26. Büyüksakarya), Lämmel, Funk, Schorr, Sessa (74. Schnellbacher), Morys, Bär (90. Trianni).

Tore: 0:1 Bär (18.), 1:1 Becker (60.), 2:1 Nyman (83.), 2:2 Bär (87.). Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenberg). Zuschauer: 15179.

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