Junge Philharmonie Ostwürttemberg begeistert in Aalener Stadthalle

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Begeistert aufgenommen haben die Besucher der Aalener Stadthalle das Crossover Projekt „Milestones of Rock“ der Jungen Philharm
Begeistert aufgenommen haben die Besucher der Aalener Stadthalle das Crossover Projekt „Milestones of Rock“ der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg und des Heidenheimer Rockgitarristen Siggi Schwarz. (Foto: Peter Schlipf)
Gerhard Krehlik

Dem Konzert in der Stadthalle folgt ein weiteres mit dem gleichen Programm am nächsten Freitag, 14. September, um 20 Uhr in der Stadthalle in Göppingen und am Samstag, 15. September, ebenfalls um 20 Uhr im Stadtgarten in Schwäbisch Gmünd.

Mit stürmischer Begeisterung hat das Publikum in der voll besetzten Aalener Stadthalle am Sonntagabend das Crossover Projekt „Milestones of Rock“ der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg (JPO) und des Heidenheimer Rockgitarristen Siggi Schwarz mit Band aufgenommen. Da hüpfte sogar Dirigent Uwe Renz.

„Letztes Jahr angedacht, heute auf die Bühne gebracht“, dichtete Schwarz locker vom Hocker auf der Stadthallenbühne. Der mit allen musikalischen Wassern gewaschene Profi auf der Bühne und an der Gitarre hat bei der Produktion seiner diversen Alben schon öfters mit sinfonischen Orchestern zusammengearbeitet. Es lag also nahe, so ein Experiment auch mal mit einem einheimischen Orchester wie dem JPO zu wagen. Wohl wissend, dass dieses Orchester aus den begabtesten Jungmusikern der regionalen Musikschulen unter der professionellen Leitung von Uwe Renz keinerlei Erfahrung in der Begleitung von Rockmusik hat. Das wurde jedoch durch die Begeisterung der jungen Leute und ihres Dirigenten und ihrer Neugier auf ein ganz anderes musikalisches Genre als die ansonsten gespielte klassische Musik mehr als wettgemacht.

Der satte Klangteppich im Background

Und es hat ganz offensichtlich Spaß gemacht, das konnte man am Sonntag in der Stadthalle deutlich hören und sehen. Da wippten nicht nur die beiden Fagotte im groovigen Beat von Siggi Schwarz‘ Drummer, auch die Bögen der Streicher strichen schwungvoll über die Saiten, obwohl man von denen akustisch nicht allzu viel mitbekam. Denn natürlich dominierten die elektrisch verstärkten Gitarren, das Drumset und der Sänger am Mikrofon den Sound. Die Streicher sorgten eher für einen ab und zu durchscheinenden, satten Klangteppich im Background. Die Blechbläser konnten dagegen in den bekannten Nummern des Programms wie etwa „Eye of the Tiger“ von Survivor, dem Ohrwurm „Africa“ von Toto oder dem melancholischem „Everything I do“ von Bryan Adams durchaus auch klangliche Akzente setzen. Uwe Renz, ganz in Weiß gewandet, hatte alles im Griff, ließ sich von Drummer Bernd Elsenhans jeweils das Tempo vorgeben und strahlte Begeisterung aus, als er gleich beim ersten Song, „Jump“ von van Halen, in den Hüpf-Modus verfiel und das Publikum sofort begeistert mit klatschte.

Siggi Schwarz krönte dazu die atemberaubende musikalische Zeitreise zu den Meilensteinen der Rockmusik der 70er- und 80er-Jahre immer wieder mit seinen kreativen Soli auf der Leadgitarre.

Dem Konzert in der Stadthalle folgt ein weiteres mit dem gleichen Programm am nächsten Freitag, 14. September, um 20 Uhr in der Stadthalle in Göppingen und am Samstag, 15. September, ebenfalls um 20 Uhr im Stadtgarten in Schwäbisch Gmünd.

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