Julian Morassi knackt 40 Jahre alten Rekord

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 Julian Morassi (h. v. l.), Golo Böhme, Betreuer Miguel Morgado, Ana Perez-Kelke. Mitte: Ryan Newman, Carolin Morassi, Shannon N
Julian Morassi (h. v. l.), Golo Böhme, Betreuer Miguel Morgado, Ana Perez-Kelke. Mitte: Ryan Newman, Carolin Morassi, Shannon Newman, Vivien Jocham, Elena Perez-Kelke. Vorne: Viktoria Broer, Vanessa Dambacher, Friederike Hoyer. (Foto: MTV Aalen)
Aalener Nachrichten

Elf MTV Aalen-Schwimmer sind beim Wettkampf im hessischen Wiesbaden gewesen. Vanessa Dambacher, Friederike Hoyer, Carolin Morassi und Ryan Newman konnten neunmal die Vereinsrekorde des MTV steigern. Uralte Vereinsrekorde wurden ausgelöscht. Demnächst finden die Württembergischen Kurzbahn-Meisterschaften in Neckarsulm statt, wofür noch einige Schwimmer die Pflichtzeiten für die einzelnen Strecken erreichen konnten.

Der 15-jährige Kraul- und Rückenspezialist Ryan Newman konnte gleich zweimal über 100 Meter Rücken unter dem alten Vereinsrekord von Muharem Ljatifi bleiben. Ljatifi schwamm diesen vor genau zehn Jahren in der Zeit von 1:02,36 Minuten. Newman in 1:01,68 Minuten – Platz zwei. Um über 20 Sekunden verbesserte er ebenfalls den Vereinsrekord über 1500 Meter Freistil, auf nun mehr 17:36,16 Minuten. 2009 wurde dieser vom damals 17-jährigen Ljatifi aufgestellt.

Friederike Hoyer, eine weitere Freistilschwimmerin konnte bei ihren drei Starts dreimal ihre eigenen Vereinsrekorde steigern. Über 1500 Meter Freistil verbesserte sie ihren Rekord gleich um zwölf Sekunden auf 17:14,74 Minuten und stieg als Siegerin aus dem Wasser. Über 200 Meter Freistil steht der Rekord nun bei 2:05,61 Minuten und über 400 Meter Freistil steigerte Hoyer ihren alten Rekord um nochmals zwei Sekunden und der neue Rekord steht jetzt bei 4:21,82 Minuten. Auf diesen Strecken gewann sie jeweils Silber in der offenen Wertung.

Auch die Vielseitigkeitsschwimmerin Carolin Morassi konnte drei Vereinsrekorde aufstellen. Zum ersten Mal schwamm eine MTV-Schwimmerin über die lange 400 Meter Lagenstrecke unter fünf Minuten. Morassi stieg nach 4:55,32 Minuten und Platz eins aus dem Wasser.

Auch fielen die Vereinsrekorde über die Schmetterlingstrecken. Diese wurde seit 1988 von Claudia Stephan gehalten. Stephan war damals Mitglied der C-Nationalmannschaft. Die 100 Meter Rekordzeit steht nun bei 1:03,17 Minuten und die 200 Meter Distanz bei 2:19,31 Minuten. Knapp an ihrer Bestzeit vorbei schwamm Morassi über 200 Meter Freistil in 2:06,32 Minuten auf Rang drei und über 200 Rücken schwamm sie zu Silber in 2:22,35 Minuten. Über 50 Meter Schmetterling schwamm sie knapp am Podest in 29,64 Minuten vorbei. Ein weiterer Vereinsrekord wurde von der 14-jährigen Vanessa Dambacher verbessert. Im Endlauf über die 50 Meter Freistilsprintstrecke steigerte sie ihren eigenen Rekord auf schnelle 27,34 Sekunden und belegte Platz eins. In ihrem Jahrgang konnte sie auch die 100 Meter Freistil gewinnen und im Endlauf steigerte sie sich auf 1:00,74 Minuten. In der Jahrgangswertung schwamm sie noch zweimal auf den Silberrang, über 200 Meter Freistil und 100 Meter Lagen. Eine neue Bestzeit gab es über 400 Meter Freistil in 4.53,68 Minuten und Platz vier.

Unter zwei Minuten-Grenze

Für Julian Morassi gab es Bronze über 200 Meter Freistil in 1:59,93 Minuten. Julian Morassi blieb zum zweiten Mal als MTV-Schwimmer unter der zwei Minutengrenze über diese Strecke. Vor kurzem löschte er auch einen 40 Jahren alten Vereinsrekord (1978) vom damaligen MTV-Spitzenschwimmer Andreas König über 200 Meter Schmetterling aus. Seine Rekordzeit steht nun bei 2:15,83 Minuten.

In Wiesbaden nahm Vivien Jocham jeweils zweimal Silber und Bronze entgegen. Zum ersten Mal über die lange 1500 Meter Freistilstrecke am Start, blieb sie gleich unter der Schallmauer von 19 Minuten und schwamm in 18:55,69 Minuten zu Bronze in der offenen Wertung. Achtmal am Start war Shannon Newman. Im Endlauf über 100 Meter Rücken gewann sie in Bestzeit von 1:09,08 Minuten die Bronzemedaille. Ebenfalls Endlauf und Bestzeit von 32,77 Sekunden erreichte sie über 50 Meter Rücken. Die Jüngste im Team Elena Perez-Kelke sprang fünfmal vom Block und erzielte fünfmal persönliche Bestzeit. Jeweils zwei bis drei Sekunden konnte sich die zwölfjährige Elena Perez-Kelke steigern und trat über alle Freistilstrecken 50 Meter bis 400 Meter an, sowie über 100 Meter Rücken. Ihre zwei Jahre ältere Schwester Ana verbesserte sich über 100 Meter Rücken auf 1:17,65 Minuten. Über die längeren Freistilstrecken 200 Minuten und 400 Meter durfte sie Bronze entgegen nehmen. Über 100 Meter Freistil schwamm sie knapp am Podest vorbei. Insgesamt hatte Ana sechs Starts.

Sieben Starts standen für den 18-jährigen Golo Böhme und die 17-jährige Viktoria Broer auf dem Programm. Über die Ausdauerstrecke 200 Meter Schmetterling wurde Golo Dritter. Böhme startete in der offenen Wertung und platzierte sich mehrmals unter den besten Zehn. Broer gelang dies ebenfalls fünfmal und sie startete über alle Rücken- und Freistilstrecken und über 400 Meter Freistil wurde sie fünf.

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