Jugendkapelle bestens integriert

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Unter der Leitung von Daniela Müller überzeugte die Jugendkapelle der städtischen Musikschule in der sehr gut besuchten Aalener
Unter der Leitung von Daniela Müller überzeugte die Jugendkapelle der städtischen Musikschule in der sehr gut besuchten Aalener Stadthalle. (Foto: Thomas Siedler)
Gerhard Krehlik

Unter dem Motto „Vita pro Musica“, ein Leben für die Musik, hat die städtische Musikschule am Donnerstagabend in der sehr gut besuchten Stadthalle ein Konzert veranstaltet. Im Mittelpunkt standen dabei die beiden Orchester der Musikschule, die Jugendkapelle unter der Leitung von Daniela Müller und das Junge Kammerorchester unter der Leitung von Stephan Kühling.

Die Integration der früher eigenständigen städtischen Jugendkapelle in die Musikschule – vor etwa acht Jahren von der Stadt gegen zum Teil heftige Widerstände durchgesetzt – hat sich mittlerweile zu einer Erfolgstory entwickelt. Davon konnten sich die Besucher vor allem im zweiten Teil des Konzerts überzeugen.

Einmalig in der Region

Beide Ensembles bildeten dabei ein gemeinsames modernes Blasorchester mit einem großen Streicherblock, eine Konstellation, die in unserer Region einmalig ist. Mit dieser Besetzung ist es vor allem möglich, die Musik der modernen Musicals, aber auch Arrangements klassischer Werke wie etwa eine Suite aus Gustav Holsts „Die Planeten“ oder populäre Musik zum Beispiel von „Queen“ zu spielen, ohne auf elektronische Hilfsmittel zurückgreifen zu müssen.

Die Jugendlichen in dem rund 70 Köpfe zählenden großen Orchester musizierten unter der abwechselnden Leitung von Daniela Müller und Stephan Kühling bei Auszügen aus „Phantom der Oper“, „West Side Story“ oder „Les Misérables“ mit Engagement und Begeisterung, technisch perfekt und intonationssicher. Für Müller und Kühling eröffnete diese Besetzung natürlich breite dynamische Gestaltungsmöglichkeiten, die effektvoll genutzt wurden.

Aber auch getrennt konnten die Jugendkapelle und das Junge Kammerorchester überzeugen. In „Vita pro Musica“ von Thiemo Kraas und in „Oregon“ von Jacob de Haan spielte die Jugendkapelle sensibel mit ihrem charakteristischen weichen Klang des großen Holzregisters. Das junge Kammerorchester meisterte mit sicherer Technik und klarer Intonation eine „Italian Suite“ von Nelson, eine „Toccatina“ von Hofeldt und eine „Rhapsodie Bohemiénne“ von Claude Joubert. Komplettiert wurde das Programm vom jüngsten Nachwuchs aus den Kooperationsklassen mit den Grundschulen von Wasseralfingen, Unterkochen, Fachsenfeld und Dewangen. Hier schwang Musikschulleiter Chris Wegel persönlich den Taktstock. Er führte auch locker moderierend durch das gesamte Konzert, das von den Zuhörern immer wieder mit begeistertem Beifall bedacht wurde.

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