Juden, Christen und Moslems feiern Erntedank

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 Die Vertreter der an der Erntedankfeier beteiligten Religionen: Das Fest war ein gutes Beispiel für ein gemeinsames Miteinande
Die Vertreter der an der Erntedankfeier beteiligten Religionen: Das Fest war ein gutes Beispiel für ein gemeinsames Miteinander. (Foto: Edwin Hügler)

Ein Beispiel für das Miteinander unterschiedlicher Religionen ist die Erntedankfeier im interkulturellen Garten in der Hirschbachstraße in Aalen gewesen. Buddhisten, Hinduisten, Juden, Christen und Moslems feierten gemeinsam. Dabei kam die Sehnsucht nach Heimat und Frieden zum Ausdruck.

Der Vorsitzende des Vereins interkultureller Garten, Mohammed Idris Mahmood, freute sich über den guten Besuch. Er betonte, dass das Leben als Migrant in Deutschland nicht immer einfach sei und wünschte, dass alle Seiten für ein friedliches Miteinander aufeinander zugehen.

„Hier kann man Wurzeln schlagen und Heimat finden“, sagte Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle. In Aalen lebten immerhin 121 Nationen zusammen. „Keine Toleranz der Intoleranz“, meinte Pfarrer Bernhard Richter. Der Mensch brauche Orte der Heimat und des Friedens. Der interkulturelle Garten sei seit 13 Jahren so ein Ort. Richter forderte einen ehrlichen und aufrichtigen Dialog der Religionen. Einen politisch radikalisierten Islam lehne er jedoch ab.

Die einzelnen Vertreter von Hinduismus, Buddhismus, Islam, Judentum und Christentum sprachen Gebete. Eine Gruppe der Kindertagesstätte Sankt Franziskus spielte eine Geschichte aus Albanien und sang fröhlich „Alle Kinder sind schon da“. Mit den Liedern „Großer Gott, wir loben dich“ und „Wir pflügen und wir streuen“ klang die Erntedankfeier aus.

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