Ist Hitlers Lieblingsgeneral Erwin Rommel traditionswürdig?

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 Projektionsfigur Erwin Rommel: Ist Hitlers Lieblingsgeneral traditionswürdig? Um diese und weitere Fragen dreht sich ein Vortra
Projektionsfigur Erwin Rommel: Ist Hitlers Lieblingsgeneral traditionswürdig? Um diese und weitere Fragen dreht sich ein Vortrag von Rommel-Forscher Wolfgang Proske am Montag, 14. Oktober, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Aalen. (Foto: Archiv)
Aalener Nachrichten

Projektionsfigur Erwin Rommel: Ist Hitlers Lieblingsgeneral traditionswürdig? Um diese und weitere Fragen dreht sich ein Vortrag von Rommel-Forscher Wolfgang Proske am Montag, 14. Oktober, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Aalen. Damit möchten die Veranstalter um den Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie die Debatte um die Umbenennung der Erwin-Rommel-Straße versachlichen.

„Um kaum eine andere Person der NS-Geschichte ranken sich derart hartnäckige Mythen wie um Hitlers Lieblingsgeneral Erwin Rommel“, heißt es in einer Pressemitteilung der regionalen Arbeitsgruppe von Gegen Vergessen – Für Demokratie, die zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde Aalen, der evangelischen und katholischen Erwachsenenbildung, dem DGB-Kreisverband Ostalb, der IG Metall und der Aalener Stolperstein-Initiative versuchen will, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Person Erwin Rommel voranzubringen.

Denn im Laufe der Zeit hätten sich die Legenden um Rommel verschoben. Vom „Wüstenfuchs“ und Kriegshelden der NS-Propaganda über den „Nur-Soldaten“ und Exponenten der „sauberen Wehrmacht“ bis hin zu Rommels angeblicher Zugehörigkeit zum Widerstand des 20. Juli – „was kann davon kann dem nüchternen Blick der Geschichtswissenschaft standhalten?“, fragen sich die Träger der Veranstaltung und haben dazu den Rommel-Forscher Wolfgang Proske ins evangelische Gemeindehaus nach Aalen eingeladen. Proske, unter anderem Herausgeber der zehnbändigen Buchreihe „Täter Helfer Trittbrettfahrer“ über NS-Belastete aus dem heutigen Baden-Württemberg ist, für die er noch in diesem Monat mit dem Rahel-Straus-Preis bekommt, wird dabei den Stand der historischen Erkenntnisse über Erwin Rommel darlegen. Unter anderem geht er auf folgende Fragen ein: Wie eng war das Verhältnis Erwin Rommels zu Adolf Hitler? Wie „ritterlich“ war der Krieg in Nordafrika tatsächlich? Was hätte ein Sieg Rommels in Nordafrika für die dort und in Palästina lebenden Juden bedeutet? Wie verstrickt war Rommel in Kriegsverbrechen in Italien? Kann man von Rommel als „Widerständler“ sprechen?

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