Irgendwann reicht es auch: Nazivergleiche sind einfach nur widerlich

Irgendwann reicht es auch: Nazivergleiche sind einfach nur widerlich, meint Timo Lämmerhirt. (Foto: Christophe Gateau/dpa und Boris Roessler/dpa / dpa/SZ)
Leiter der Redaktionen Aalen und Ellwangen

Lügenpresse, das kennt ein jeder Journalist. Staatsmedien, von oben gesteuert ebenfalls – geschenkt, da zuckt ein Journalist nicht einmal mehr zusammen.

Was im Zuge der aktuellen Diskussionen rund um die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus aber nach oben geschwemmt wird, das schlägt dem Fass den Boden aus und ist teilweise einfach nur noch widerlich.

Widerspruch, okay. Nicht alles mitmachen wollen, okay. Nicht alles mitmachen können, auch okay.

Nun aber Journalisten, Politiker und mittlerweile längst auch diverse Wissenschaftler und all die anderen Berufsgruppen, die sich (zum Großteil) für eine Durchimpfung der Bevölkerung einsetzen, in einen Topf mit Naziverbrechern einer unrühmlichen deutschen Geschichte zu werfen, das ist mehr als frech.

Das ist noch viel mehr, das ist beschämend, das ist widerlich – an dieser Stelle wiederhole ich mich gerne.

Gibt es überhaupt noch Etikette?

Da stellt sich doch die Gegenfrage: Wer möchte denn hier wen mundtot machen oder beeinflussen? Immer nur die Fäuste in der Tasche ballen – da gehen selbst die besten Hosen irgendwann kaputt. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Ist jegliche Etikette mittlerweile über den Haufen geworfen worden?

Aktuell wirkt es so. Leider.

Hinweis der Redaktion: Seit Ausbruch der Corona-Pandemie wurden vor allem vonseiten der „Querdenken“-Szene Vergleiche zum Nazi-Terror während des „Dritten Reichs“ gezogen und verbreitet. Viele Kritiker der Maßnahmen haben diese übernommen, verbreiten sie bei jeder Gelegenheit, zum Beispiel im sozialen Netzwerk Facebook bei entsprechender Berichterstattung. Zuletzt sorgte die Kolumne von Timo Lämmerhirt „Lämbelästigung“ für dutzende solcher Kommentare auf der Facebookseite von Schwäbische Ostalb.

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