Innenentwicklung in Aalen: Wie qualitätvolle Lebensräume entstehen

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 So soll das neue Hotel am Stadtoval aussehen, wenn es fertig ist. Das Stadtoval ist ein Beispiel für Innenentwicklung in Aalen.
So soll das neue Hotel am Stadtoval aussehen, wenn es fertig ist. Das Stadtoval ist ein Beispiel für Innenentwicklung in Aalen. (Foto: Animation: Büro Isin)
Aalener Nachrichten

Wo wird in Aalen gebaut und wo nicht? Wo sind Flächen für die Naherholung, wo fürs Wohnen? „Aktive Innenentwicklung trägt zu einer lebendigen Stadt mit qualitätvollen Lebensräumen bei“: Darüber wird Bürgermeister Wolfgang Steidle am Mittwoch, 16. Oktober, um 18.30 Uhr, im Rathausfoyer sprechen.

Ergänzend wird es eine Broschüre und von Montag, 14., bis Mittwoch, 30. Oktober Ausstellung zu aktuellen Innenentwicklungsprojekten in Aalen geben, um der Bevölkerung die Bedeutung und Vielfältigkeit der Innenentwicklung näher zu bringen.

„Unsere volle Aufmerksamkeit angesichts Umwelt- und Klimaschutz sowie nachhaltiger Stadtentwicklung liegt auf einer wirksamen und flächendeckenden Innenentwicklung“, sagt Oberbürgermeister Thilo Rentschler. Innenentwicklung habe sehr vielseitige Facetten und Aufgabenbereiche, im Grunde gehe es jedoch darum, den künftigen Flächenbedarf innerhalb des bestehenden Siedlungsbereichs zu decken und nicht mehr genutzte beziehungsweise untergenutzte Flächen einer neuen Nutzung zu zuführen. Hierzu gehören die Bebauung von Baulücken und die Konversion von Brachflächen ebenso wie die Modernisierung von bestehenden Gebäuden und der Erhalt beziehungsweise Ausbau von Grünflächen und Baumpflanzungen.

„Mit der Innenentwicklung kann der Flächenverbrauch an den Siedlungsrändern im Außenbereich reduziert werden“, sagt Rentschler. Dadurch würden wichtige Flächen für die Landwirtschaft, Naherholung und Landschaftsgestaltung erhalten. Starke Siedlungsentwicklungen an den Ortsrändern könnten dazu führen, dass die Stadt- und Ortskerne, die eigentlich pulsierende Lebensadern sein sollten, aussterben. Mit einer aktiven Innenentwicklung könnten lebendige Stadt- und Ortskerne erhalten werden. Die Wohn- und Lebensqualität könne dadurch erhöht werden. Innenentwicklungsprojekte führten nicht nur zu einer Neubebauung von Flächen, sie seien meist verbunden mit Infrastrukturmaßnahmen wie Wegeverbindungen, Versorgungsreinrichtungen und Begrünungsmaßnahmen.

In Aalen werde seit einigen Jahren eine aktive Innenentwicklung betrieben. Mit unterschiedlichen Maßnahmen sei ein gezieltes Innenentwicklungsmanagement aufgebaut worden, das zur Flächen- und Bestandsaktivierung beitrage. „Wir haben beispielsweise zwei städtische Förderprogramme auf den Weg gebracht und die Stelle der Innenentwicklungsmanagerin neu geschaffen“, ergänzt Bürgermeister Wolfgang Steidle

Zu den aktivierten Potenzialen gehöre das Stadtoval in der Kernstadt. Auf dem Stadtoval werde es vielseitige Nutzungen geben. Das Quartier erzeuge zudem einen Mehrwert für die umliegenden Bereiche. Mit Wegen durch das Quartier würden beispielsweise neue Verbindungen geschaffen, die die umliegenden Stadtteile miteinander vernetzen.

Auch in den Stadt- und Ortsteilen werden Innenentwicklungspotenziale aktiviert, wie beispielsweise in Wasseralfingen in der Maiergasse. Hier werde ein neues Wohnquartier, kombiniert mit Mischnutzungen, auf einer ehemaligen Gewerbebrache entwickelt. „Ergänzend wurde bereits eine Gewässerrenaturierung des Kochers umgesetzt“, sagt der OB. Für ganz Wasseralfingen sei ein attraktiver neuer Freiraum am Gewässer entstanden.

Ein weiteres Beispiel sei die Neue Mitte Dewangen, wodurch in einem ländlich geprägten Ortsteil ein neuer Treffpunkt für die Bürger mit Genossenschaftsladen und differenziertem Wohnungsangebot geschaffen worden sei.

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