„Ich jagen, du sammeln“

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 Caveman Martin Luding hat die Besucher in der Unterkochener Festhalle begeistert. Am Ende gab es lang anhaltenden Beifall.
Caveman Martin Luding hat die Besucher in der Unterkochener Festhalle begeistert. Am Ende gab es lang anhaltenden Beifall. (Foto: Thomas Siedler)
gk und Gerhard Krehlik

„Ich jagen, du sammeln“, diese schon von den Neandertalern praktizierte Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau gilt – im Prinzip – auch heute noch. Zumindest, wenn man dem „Caveman“, dem Höhlenmenschen glaubt. Der Amerikaner Rob Becker hat das erfolgreiche Solo-Stück Anfang der 90 er Jahre für den Broadway geschrieben. Zehn Jahre später kam es auch nach Deutschland und am Freitagabend wieder mal nach Unterkochen in die nahezu ausverkaufte Festhalle.

Dort bereitete Martin Luding als Caveman Tom den Besuchern einen überaus vergnüglichen Abend. Seine Frau Heike hat ihn ausgesperrt. Damit fängt alles an. Er bemerkt erstaunt, dass er nicht alleine vor der verschlossenen Tür seines Häuschens steht, sondern dass er von gefühlten 500 Menschen beobachtet wird. Da die nicht weggehen, beginnt er zu erzählen. Über sich. Über seine Heike. Und über seinen Urahn, der aus dem „magischen Unterwäschekreis“ zu ihm spricht und ihn an den jahrtausendealten Weisheiten über das Verhältnis der Geschlechter teilhaben lässt.

Temporeich und witziges Spiel

Die Zuhörer und Zuschauer bezieht Luding zuweilen bei seinem temporeichen, witzigen und pointensicheren Spiel mit ein und sorgt immer wieder für lustige spontane Dialoge. Nun ist das heutzutage mit dem Sammeln und Jagen so eine Sache. Für seine Heike und deren beste Freundinnen ist es relativ einfach. Bei einem ausgedehnten Einkaufsbummel können die jede Menge Dinge einsammeln. Aber was machen er und seine Kumpels inzwischen? Mammut und Säbelzahntiger in freier Wildbahn sind heutzutage bekanntlich eher selten.

Während also die Damen sich über das Ergebnis ihrer Sammlungen wortreich und ausführlich austauschen, gehen die Männer in den Keller, um „Sachen zu bohren“ oder zum Angeln, oder suchen ihre Erfüllung im „rumsitzen, ohne zu reden“. Diese Erkenntnisse garniert Caveman Tom mit allerlei Sprüchen und Weisheiten wie etwa: „Du Sack“, was bei Männer so viel heißt wie „Du bist mein bester Kumpel“ oder „Die Socken auf der Heizung ersetzen die Duftkerzen“.

Dabei hat er die zustimmenden Lacher aus dem Publikum auf seiner Seite. Den Satz „Wie Du!“, hört man in der Pause und am Schluss nicht nur einmal. Aber trotz all dieser Missverständnisse und Unterschiede zwischen Mann und Frau – Frauen reden zum Beispiel durchschnittlich 7000 Wörter am Tag, Männer nur 2000 – darf er am Schluss wieder rein. Schließlich braucht sie jemanden, bei dem sie ihre kalten Füße wärmen kann.…. Begeisterter Beifall!

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