Hier den Salat einwickeln – oder war das der Print-Titel?

Die Zeitung war schon immer ein beliebtes Objekt, um darin Salat einzuwickeln. Ein jeder Redakteur freut sich natürlich, über die Mehrfachverwendung und den damit verbundenen Umweltcharakter. Spielt im Digitalen allerdings dann doch eher eine untergeordnete Rolle.. (Foto: Jörn Neumann/epd)
Redakteur / Regio-Onliner Ostalb

Während der Nachbar sein Unkraut aus dem Rasen zupft, versammeln sich Kritiker der Corona-Maßnahmen vor dem Landratsamt, streift womöglich ein Wolf durch den Ostalbkreis und die Heidenheimer schauen dann mal, ob sie in ihrer Stadt eine Seilbahn gebrauchen könnten.

Zugegeben, ersteres können Sie nicht verfolgen. Das geht nur in Häußlers Homeoffice. Und in Zeiten der Pandemie ist es auch nicht möglich, Sie einzuladen. Leider. Danach allerdings aber auch nicht. Leider, wirklich. Sie, die dies online lesen, wissen vermutlich bereits all das soeben Aufgezählte. Sie aber. Ja, genau Sie! Die Sie da hinter Ihrer Zeitung hocken. Sie wissen es vielleicht auch schon. Allerdings zeitversetzt. Womöglich steht der Wolf bereits bei Ihnen in Ellwangen im Garten. Dabei haben Sie doch gerade eben erst gelesen, er sei vermutlich in Neuler. Tja. Hurz!

Verstehen Sie mich nicht falsch. Die Zeitung ist ein tolles Produkt. Retro ist schließlich in. Die Aufgeräumtheit der Artikel hat auf alle Fälle etwas für sich. Ordnung ist das halbe Leben. Und wie Rainald Grebe singt: die andere Hälfte auch. (Eigentlich singt er von „Arbeit“ - passt aber hier nicht.) Deswegen möchte ich Sie einladen, zu mischen. Neuordnung, sozusagen. Unordnung ist auch Ordnung. In Ordnung, Schluss damit.

Der Jüngste der Redaktion behelligt Sie nun wöchentlich mit seinen Weisheiten. (Foto: Lämmerhirt/Weinert)

Mischen Sie Ihre Lesegewohnheiten. Morgens aufgeräumt und gemütlich. Tagsüber auf dem Laufenden bleiben, serviert von Häußlers Homeoffice (na gut, bevor die nächste Redaktionskonferenz aus dem Ruder läuft: und seinen Kollegen). Das Digitale hat beispielsweise auch den Vorteil, dass Sie sich unter Umständen viel schneller ärgern können. Und somit länger. Wer das gerne tut, gewinnt Zeit. Wenn zum Beispiel Corona-Kritiker vor dem Landratsamt behaupten: „Wir sind das Volk, das Gelände gehört uns!“

Dann können Sie, vorausgesetzt Sie sind anderer Meinung, sofort lospoltern: „Samma! Geht’s noch?!“ Endlich können Sie bei diversen Aufeinandertreffen auf die Frage „Hast du schon gehört?“ mit „ja“ antworten. Oder noch besser: Angeberwissen. Das bringt Euphorie und Tatendrang. Zum Beispiel, um einen Zaun zu bauen oder den bestehenden zu erhöhen. Mit Genugtuung können Sie am Folgemorgen über den Rand Ihrer Tageszeitung blinzeln und ihr einen Siegerblick zuwerfen. Der traurigen Gestalt da draußen. Nein, nicht dem Nachbarn, der Unkraut zupft. Dem Wolf natürlich, der nicht auf Ihre grüne Wiese gelangt. (Hurz.)

Sollten Sie tatsächlich bis zu diesem Punkt gelesen haben (vielen Dank), drängt sich vermutlich bereits seit einigen Abschnitten die Frage auf: „Wickel ich den Salat heute an genau dieser Stelle in die Zeitung?“ Tun Sie das! Und gehen Sie danach online – www.schwäbische.de/freischalten. Denn Zeitungsabonnenten der „Ipf- und Jagst-Zeitung“ sowie der „Aalener Nachrichten“ dürfen sich nun kostenfrei auf unserer Webseite Schwäbische.de tummeln. Na kommen Sie, gibt es denn ein besseres Argument als „kostenfrei“ in diesem Bundesland? Sie sichern damit Arbeitsplätze. Na ja, einen. Häußlers Homeoffice. Hurz.

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